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10. Februar 2018 um 17:27 Antwort auf: Anregung der körpereigenen Produktion von Sexualhormonen möglich? #1371
Dr. Dr. med. Thomas Beck
KeymasterHallo Sunnybee
vielen Dank für Ihre gute Frage wegen der Ankurbelung der HormonEigenproduktion.
Immer wieder wird das angesprochen, deshalb möchte ich nun grundsätzlich dazu Stellung nehmen.
Eine „Ankurbelung“ der Eigenproduktion ist solange möglich, als das HormonOrgan die Fähigkeit besitzt, selber Hormone herzustellen. Deswegen ist es in der Übergangszeit (=Prae-Menopause) oft hilfreich, anregende Reize zu setzen. Immer wieder gelingt es dann, die bereits nachlassende Hormonproduktion vorübergehend nochmals zu aktivieren. BIs dann irgendwann die endgültige Organerschöpfung einsetzt.
Ich denke, daß das vorherrschende Konzept des EWIG JUNG und EWIG FIT nicht zutrifft, wir Menschen sind einem stetigen Wandel unterworfen und wir können vielleicht auch einen tieferen Sinn verstehen, wenn wir in uns hinein hören. Die Wechsel- Jahre sind eben auch ein solcher sehr tiefgehender Wandel, von der körperlich – fruchtbaren Zeit hinüber in eine andre Lebensphase, wo wir vielleicht in einer anderen Weise „fruchtbar“ werden können und sollen- zB mehr in der seelisch geistigen Dimension?
In Bezug auf die körperlichen Funktionen bedeutet das, daß diese endlich sind und zB bzgl der Herstellung von Hormonen einen ersten Rückgang mit Mitte/ Ende 30 haben (Ausbleiben der Eisprünge und damit Absinken des Progesterons). Der zweite Rückkang ist dann 10 oder 15 Jahre später, wenn auch das Östrogen nicht mehr in der bisherigen Menge hergestellt werden kann.
Es handelt sich hierbei also um NORMALE Altersprozesse. Diese sind früher nicht allgemein erfahren worden, weil viel weniger Menschen dieses Alter überhaupt erreicht haben und das damit eine sehr seltene Erfahrung war.FAZIT: es ist unphysiologisch und deshalb nicht zu erwarten, daß eine durch normale Altersvorgänge schwächere Hormonproduktion bei einer Frau um die fünfzig plötzlich von selber wieder anspringt. Immer bezogen auf das jeweilige Lebensalter und die dazugehörige Hormonphase! Eine Frau mit 40 Jahren muß also in dieser Hinsicht natürlich anders gesehen werden, als eine Frau Mitte 50 Jahren!
FALLS aber wider Erwarten dennoch die Eigenproduktion wieder anspringen sollte, dann wäre das auch kein Problem, weil wir das durch unsere laufenden Kontrollen des Blutspiegels feststellen würden – und wir dann einfach die Dosis zurück fahren bzw die Substitution einstellen würden.Mit bestem Gruß!
Thomas Beck
Dr. Dr. med. Thomas Beck
KeymasterDiese Apotheke ist NICHT von uns zertifiziert. Deshalb kann ich zur Qualität nichts sagen.
Zertifizierte Apotheken finden Sie auf unserer Seite.
Besten Gruss
Dr BeckDr. Dr. med. Thomas Beck
KeymasterHallo Karin
ja, wir sehen bei manchen Frauen, daß ÖstradiolWerte ab 80pg/ml ausreichen. Das gilt genau für den von Ihnen erwähnten sehr schlanken schmalen Typ. Wir wollen ja nicht in erster Linie die passenden Laborwerte erreichen, sondern unseren Patienten und Patientinnen soll es gut gehen – innerhalb eines gewissen Rahmens ist das in der Regel ein Wert für Östrogen zwischen 80 und 180 pg/ml.
Für Progesteron liegt die Spanne zwischen 10 und 30 ng/ml.
Östrogen ist sehr vielfältig in seinen Wirkungen: merkspruch: ÖSTROGÖÖÖN macht Mann und Frau SCHÖÖÖÖN. Es verbessert/ vermehrt alles, was die Frau schöner macht – und zwar in Richtung Marylin Monroe (gut für die Fortpflanzung, wenn ausgeprägter Busen und voller Po) und weniger in Richtung Kate Moss, bei derer „Skandalfotos“ damals nicht so eindeutig klar ist, ob es ein Junge oder ein Mädchen war… Spiel mit den Grenzen zwischen Mann und Frau, was natürlich auch seinen Reiz haben kann, aber eben Ausdruck ist von einer hormonellen UNKLARHEIT. Hormonell – archaisch gesehen hat eine „richtige“ Frau einen Busen, damit sie später gut stillen kann… Östrogen verstärkt also das „typisch weibliche“ auch emotional! Macht „weicher“, bringt gute Laune und gibt das Gefühl eine attraktive Frau zu sein. Ö verbessert die Schleimhäute (!) aber auch die Elastizität der Gelenke etc… gut für Gefäße und Herz. Macht Haut, Busen und Po knackig und prall- durch Wassereinlagerung.Das meiste Progesteron entsteht erst durch den Eisprung. Es hat die Aufgabe eine Schwangerschaft zu schützen und der Frau die Kraft und Mögilchkeiten zu geben, die Schwierigkeiten einer Schwangerschaft nicht nur auszuhalten, sondern zu überwinden… regt also den Stoffwechsel an (Amazone= Kämpferin), deshalb eher Gewichtsabnahme und fit für Auseinandersetzung… etc
Deswegen ist es eine gute Idee, in solchen Fällen (Gewichtszunahme und Cellulite) mit dem Östrogen tendenziell eher runter zu gehen- sofern das noch im Rahmen des grünen Bereichs möglich ist – und mit Progesteron tendenziell eher nach oben.
Besten Gruß!
Dr Thomas Beck
Dr. Dr. med. Thomas Beck
KeymasterHallo Carla,
Unter dem Vorbehalt, dass ich Sie und die genauen Umstände nicht kenne, ist die Antwort klar: JA!
Ich würde empfehlen, es zu versuchen.Mit bestem Gruß !
Dr BeckDr. Dr. med. Thomas Beck
KeymasterHallo Jonah,
Sie legen den Finger in die Wunde- ich kann die Aussage des Kollegen auch nicht nachvollzihen: wenn die Pille helfen soll, warum sollen das die OriginalHormone dann angeblich nicht können?
Das leuchtet nicht ein, denn die natürlichen humanidentischen OriginalHormone sind ja identisch mit den körpereigenen Hormonen und passen besser in den Rezeptor und lassen sich auch besser verstoffwechseln.
Ich denke, das kann nur mit Nichtwissen des Kollegen erklärt werden; die meisten Ärzte wissen nicht, dass „unsere“ Hormone die „echten“ Hormone sind- und dass die industriellen Hormone abgeänderte (=synthetische“) Nachbauten sind.
Damit ist Ihre Frage auch schon beantwortet : ja ich würde es auf jeden Fall versuchen.Besten Gruß !
Dr Thomas BeckDr. Dr. med. Thomas Beck
KeymasterHallo Ditte
aus vielen Gründen, aus wegen rechtlicher Vorschriften, darf ich Sie nicht ärztlich beraten, wenn wir uns nicht zumindest einmal persönlich kennen gelernt haben. Das ist eine durchaus sinnvolle Vorschrift, weil der persönliche Eindruck gerade in der Arzt- Patienten-Beziehung besonders wichtig ist.
Zu Ihrer Frage wäre es am Besten, wenn Sie sich vertrauensvoll an Ihren Rimkus Arzt wenden, der kennt Sie, weiß über Ihren Hintergrund Bescheid und kann ggf auch differentialdiagnostisch abschätzen, ob vielleicht noch andere Ursachen für Ihre Beschwerden vorliegen.
Wenn Ihr RimkusArzt die Ausbildung bei uns gemacht hat (Sie können sich das Zertifikat zeigen lassen!), dann machen wir in den IntensivSeminaren sehr deutlich, daß man regelmäßig (!) mit einer REDUZIERTEN STARTDOSIS beginnt – und das ist üblicherweise 0,5 oder 0,6 mg Östradiol ZWEIMAL am Tag.
WARUM?
Damit es nicht kurz nach der Einnahme plötzlichen zu enormen Spiegeln kommt und nach 6-12 Stunden dann aber ein Abfallen unter den normalen Spiegel. Die Halbwertszeit von Östradiol beträgt ca 6-12 Stunden, Halbwertszeit ist die Zeit die vergeht, bis die Hälfte des Stoffes abgebaut ist.
Wenn also nur einmal am Tag eine unpassend hohe Startdosis gegeben wird, dann ist damit zu rechnen, daß für einige Stunden der Hormonspiegel zu hoch ist (die Segel blähen sich und das Schiff beginnt, davon zu stieben) und dann aber „unter Wasserspiegel“ abfällt…Ähnliches gilt für Progesteron, da fangen wir in der Regel mit 60 bis 70 mg ZWEIMAL täglich (als Startdosis) an.
Die Hormonspiegel werden üblicherweise nach 3 Monaten kontrolliert und dann wird die neue Dosis an die tatsächlichen Spiegel angepasst.
Mit bestem Gruß!
DrDr Beck
Dr. Dr. med. Thomas Beck
KeymasterHallo Stephanie
das haben Sie vollkommen richtig gemacht: Ihr RimkusArzt/ RimkusÄrztin ist die erste Anlaufstelle.
Wenn Sie aber den Eindruck haben, daß die sich nicht auskennen, dann kann der Kollege/ die Kollegin ja gern bei mir nachfragen.Eine individuelle ärztliche Beratung kann und darf ich ja nicht geben, daß ich Sie und Ihren gesamten Hintergrund gar nicht kenne.
In vergleichbaren ähnlichen Fällen machen wir üblicherweise das sogenannte „sequentielle Therapie“, dies erläutern wir in unseren IntensivSeminaren. Vielleicht sollten Sie sich vergewissern, daß Ihre Ärztin wirklich von uns zertifiziert ist?
Die Verordnung (Dosierung), die Sie bekommen haben, entspricht eigentlich nicht unseren Empfehlungen für Ihre Situation. Allerdings kann in begründeten Fällen natürlich von unseren Empfehlungen abgewichen werden. Ob eine solcher begründeter Fall bei Ihnen vorliegt, kann ich natürlich nicht beurteilen, da mir sämtliche Informationen für dies Einschätzung fehlen und weil ich Sie nicht kenne.Üblicherweise machen wir also in ähnlichen Situationen eine sequentielle Therapie:
Für eine Woche während der Periodenblutung eine Einnahme Pause – vom 1. Zyklustag bis zum Morgen des 7. Zyklustags.
Dann für 10 Tage die A-Kapsel (die als Hormon nur Östradiol enthält) das heisst vom Abend des 7 Tages (Ende der Pause) zweimal täglich für 10 Tage diese Kapsel einnehmen bis einschliesslich zum Morgen des 17 Zyklustages (ZT).
Am Abend des 17 ZT. diese A-Kapsel weglassen und stattdessen für 12 Tage (also bis zum 28. ZT) morgens und abends die B-Kapsel einnehmen, die jetzt Östradiol und Progesteron enthält – also eine Mischkapsel ist.
Damit wird der Zyklus weitgehend hormonell dem natürlichen Verlauf nachgebildet und die eigene Regulation kann erleichtert wieder von selber anspringen.
Noch ein einfacher Merksatz falls die Periodenblutung zu früh kommt, gilt: hell-ROTe (=Blutung) heisst STOP (Keine Einnahme).
Das bedeutet, daß der eigene Rhythmus der Frau immer Vorrang hat und wir darauf Rücksicht nehmen, das ist also immer der „richtige“ Rhythmus.
Es gibt von der Hormongabe auch noch Einiges zu beachten (was möglicherweise bei Ihnen nicht gemacht wurde- dafür kann es aber gute Gründe geben!), so geben wir bei erhöhter Blutungsneigung mehr Progesteron, aber das sollte Ihre Ärztin aus unseren Kursen wissen, bzw dann bei uns erfragen.Guten Erfolg!
DDr Thomas Beck
Dr. Dr. med. Thomas Beck
KeymasterHallo Steffi,
Die RimkusTherapie besteht im Wesentlichen darin, daß ein NACHGEWIESENER Hormonmangel wieder aufgefüllt wird und zwar mit den selben Hormonen, die Sie früher selber hergestellt hatte und in individueller Dosierung.
Mit dem Alter hat das eigentlich nichts zu tun, weil Sie ja zB auch Schilddrüsenhormone herstellen, auch wenn Sie älter werden…
Mein ältester männlicher Patient ist 88 Jahre alt, die älteste weibliche Patientin 87 Jahre.Viele Gynäkologen haben sich nicht genauer mit der RimkusTherapie beschäftigt und geben allgemeine Vorsichtsmaßnahmen weiter. Das ist natürlich besser, als eine unkritische Empfehlung, wird aber der Sache nicht gerecht.
Das Besondere der RimkusTherapie ist eben NICHT die Verwendung der üblichen synthetischen oder semi-synthetischen Hormone, sondern die Verwendung von ausschliesslich natürlichen human-identischen Hormonen.
Damit haben wir ein identisches Wirkprofil dieser Hormone wie das der eigenen Original-Hormone und damit vermeiden wir ABWEICHUNGEN in der Wirkung und ein unterschiedliches Abbauverhalten (Entstehung von fremden Metaboliten).
Was zu den bekannten erheblichen RISIKEN der synthetischen Hormone führt.
Diese synthetischen Hormone können deshalb heute eigentlich nicht mehr empfohlen werden, weil das Verhältnis von Nutzen und Risiken sehr ungünstig ist.
Das gilt aber NICHT für die RImkusHormone, weil hier eben die veränderten synthetischen Hormone gar nicht verwendet werden, sondern ausschliesslich natürliche human-identische Hormone zum Einsatz kommen, die in jeder bisher nur denkbaren Analyse komplett identisch sind zu den von unserem Körper selbst hergestellten Hormonen.
Damit haben wir also KEINE RISIKO-ERHÖHUNG, sondern eine RISIKO-VERMINDERUNG: die Gesundheit nimmt zu, Erkrankungsrisiken nehmen ab.
Deshalb kann man diese Hormontherapie auch bei Älteren und Betagten Personen empfehlen, WENN ein HormonMangel besteht.
Hierzu bitte unsere Normwerte unter FAQ anschauen und mit Ihren tatsächlichen Werten vergleichen.Ich habe im Februar 2017 im Wirtschaftsmagazin für den FRAUENARZT einen Fachartikel veröffentlicht: „Hormontherapie – quo vadis?„, wo ich diese Zusammenhänge noch etwas genauer dargestellt habe. Die Publikation kann beim Verlag bezogen werden.
Zudem habe ich Ende 2016 ein Buch zu dem Thema geschrieben, oben auf der Seite finden Sie den link zu amazon.Mit bestem Gruß!
Thomas Beck
Dr. Dr. med. Thomas Beck
KeymasterSehr geehrte Fr Krings,
Bitte nutzen Sie die Suchfunktion auf unseren Seiten, da werden Sie viele einschlägige Informationen finden.
http://www.Hormon-Neztwerk.de
http://www.BeckDoc.deGenerell empfehlen wir, Hormone NICHT auszuschleichen, sondern wir empfehlen einen unmittelbaren Austausch synthetischer Hormone gegen natürliche human- identische Hormone, um ein Abfallen der Hormonspiegel zu vermeiden und damit auch die entsprechenden „Hormon- Entzugssymptome“ zu vermeiden…
Eine „Östrogendominanz“ gibt es nicht, auch wenn verschiedentlich davon berichtet wird, da in jeder Lebenssituation der Spiegel des Östrogens natürlicherweise immer NIEDRIGER ist als der Spiegel von Progesteron.
Das Missverständnis kommt meist daher, daß den Kollegen nicht klar ist, daß Östradiol in PIKO-gramm pro milliliter gemessen wird, Progesteron aber in NANO-Gramm pro Milliliter – und das ist um den Faktor 1000 mehr!Mit bestem Gruß!
Dr Beck
Dr. Dr. med. Thomas Beck
KeymasterHallo Irina
die Dosierung wird entsprechend Ihren persönlichen Symptomen und nach Messung des Blutspiegels jedesmal und individuell von Ihrem Rimkusarzt festgelegt. Das bedeutet, daß niemand generell sagen kann, diese oder jene Dosierung ist allgemein gut. Sondern für diesen Menschen passt die Dosierung und für jemanden anderen ist die gleiche Dosierung daneben.
Sie würden ja auch nicht jedem Diabetiker die gleiche Insulindosis geben: der eine spürt nichts und der andere ist bereits im Schock…Wir fangen in der Regel an mit einer niedrigen Dosierung mit 70 mg Progesteron und 0,6 mg Östradiol. Die von Ihnen erwähnten 50mg Progesteron und 0,3 mg Östradiol sind nochmal deutlich weniger. Das kann richtig sein, wenn es dafür entsprechende Gründe gibt. Entscheiden kann das aber nur Ihr behandelnder RimkusArzt, weil der Sie und Ihre Vorgeschichte kennt und auch die Hormonblutspiegel weiß. Das alles fliesst – zusammen mit der ärztlichen Erfahrung – dann in die Dosierung ein.
ok?
Guten Erfolg!
DDr Beck
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