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Männer und Hormonbehandlung mit human-identischen Hormonen? „Männerprobleme“

Nachdem bekanntlich Männer ebenfalls Hormone haben, sollten Männer in Bezug auf einen Hormonmangel nicht schlechter behandelt werden als Frauen. Was ist damit gemeint?

In der medizinischen Fachwelt wird oft die irrige These vertreten, dass bei Männern nur Testosteron bei einer Hormon-Ersatztherapie ergänzt werden müsse, da dies das zentrale Hormon für Männer sei.

Es trifft zwar zu, dass Testosteron für Männer besonders wichtig ist, aber die Natur hat den Männern auch die anderen beiden Hormone geschenkt – sie sind für eine Vielzahl von Funktionen von lebenswichtiger Bedeutung.

Also haben Männer sowohl Testosteron, als auch Östrogen und Progesteron

Auch die Wirkungen der Hormone sind bei Männern wie Frauen weitgehend gleich – bis auf die geschlechtsspezifischen Unterschiede. 

Testosteron beim Mann (10x höhere Spiegel als Frauen)

  • Muskulatur (aufbauend = anabol)
  • Libido/Erektion
  • Aktivität, „aggressives Verhalten“
  • Männlicher Haarwuchs, Stimme, 
  • Männlicher Körperbau (Konstitution), etc

Beim Mann wird Testosteron zu DHT (Di-Hydro-Testosteron) umgewandelt. DHT ist deutlich stärker in der Wirkung als Testosteron.

DHT kann allerdings das Wachstum der Prostata verstärken, eine bereits zu große Prostata kann dadurch noch größer werden. Progesteron schützt davor, indem es die Umwandlung von Testosteron zu DHT bremst.

Deshalb sollte VOR und während einer Behandlung mit Testosteron der PSA Wert gemessen werden. 

Allerdings empfehlen wir NICHT, von Anfang an auch Testosteron zuzuführen, weil damit die natürliche körpereigene Bildung von Testosteron aus Progesteron unterdrückt werden kann. Die Folge wäre, dass Testosteron entweder dauerhaft zugeführt werden muss oder dass es sehr lange dauert (meist länger als ein halbes Jahr), bis die natürliche Testosteronbildung aus Progesteron wieder anspringt.

Deshalb sollte grundsätzlich über die Gabe von Testosteron (in Form bioidentischer Hormone!) erst dann nachgedacht werden, wenn der Progesteronspiegel mindestens ein halbes Jahr im „grünen Bereich“ war (3-10 ng/ml). Weil nur so sichergestellt ist, dass genug Progesteron vorhanden ist, dass der Körper daraus dann Testosteron bilden kann..

Progesteron beim Mann

Progesteron SCHÜTZT die Prostata! Zum einen, in dem es Entzündungen auch in der Prostata reduziert. Und zum anderen, indem es die Umwandlung von Testosteron zu DHT hemmt (siehe oben). Damit wird – sofern genug Progesteron vorhanden ist – WENIGER DHT gebildet und die Prostata geschützt.

  • Des Weiteren wirkt Progesteron beim Mann (wie auch bei der Frau) anti-entzündlich, also gegen Bakterien und Viren. 
  • Es kann das Wachstum von Krebszellen bremsen (Apoptose). Dieser Effekt wird noch verstärkt, wenn zusätzlich auch Östradiol vorhanden ist.
  • Progesteron regt den Stoffwechsel an (innere Verbrennung) und stellt damit Energie zur Verfügung.
  • Es macht klar im Kopf und durchsetzungsfähig, gibt innere Sicherheit, Stabilität und Zuversicht.
  • Progesteron schenkt einen tiefen und erholsamen Schlaf.

Östradiol beim Mann

Ähnlich wie bei der Frau reguliert und stimuliert Östrogen auch beim Mann die Schleimhäute – nicht nur am Genitale, sondern auch im Darm, Nase, Augen – und auch in den Gelenken!

Deshalb ist überraschenderweise der Östrogen-Mangel eine der Ursachen für die “Zipperlein”, wenn es scheinbar grundlos überall weh tut! 

  • Östrogen ist auch ein sehr wichtiger Faktor für die Beweglichkeit und Elastitizität von Herz und Gefäßen und beugt damit Herzinfarkt, Schlaganfall und Bluthochdruck vor.
  • Östrogen ist zentral für die Reifung der Spermien – ohne Östrogen keine Fruchtbarkeit!
  • Östrogen stabilisiert die Knochen (wie bei der Frau)
  • Östrogen lässt das Bauchfett schmelzen
  • Östrogen verstärkt die Sinnesempfindungen, macht sinnlich und lebensfroh!

“Männerprobleme”

1. Prostata und human-identische Hormone

Wie schon weiter oben bei den Hormon-Wirkungen beschrieben, schützt Progesteron die Prostata.

Zum einen, indem Progesteron direkt anti-entzündlich wirkt. Das ist deswegen insbesondere für die Prostata von Vorteil, weil in der Regel Veränderungen der Prostata mit Entzündungen beginnen.

Wenn durch Progesteron aber die Neigung zu Entzündungen reduziert wird, dann sinkt mit einem guten Progesteronspiegel generell die Wahrscheinlichkeit für Erkrankungen der Prostata.

Desweiteren bremst Progesteron die Umwandlung von Testosteron zu DHT (siehe dort). Damit wird das Prostatawachstum gebremst – deshalb haben junge Männer trotz meist sehr hohem Testosteronspiegel kaum Prostataprobleme!

Wir füllen also auch bei Männern Progesteron auf – für mindestens ein halbes Jahr in den grünen Bereich.

2. Erektion (und Erektionsprobleme)

In jungen Jahren sind die Hormonspiegel insbesondere von Testosteron sehr hoch und schon ein kleiner Reiz genügt für gute Erektionen.

Allerdings beginnt bereits am dem 28. – 30. Lebensjahr das Testosteron mit ca. 1-3% im Jahr zu sinken, sodass ein fünfzigjähriger Mann ungefähr 40-50% weniger Testosteron hat, ein sechzigjähriger 60 bis 70% weniger! 

Nachdem sich der Hormonabfall aber über viele Jahre sehr allmählich vollzogen hat, werden die entsprechenden Hormon-Mangel-Zeichen regelmäßig NICHT als Zeichen eines Hormonmangels erkannt und auch nicht behandelt. 

Wenn aber mit 50 oder 60 Jahren die entsprechenden Veränderungen unübersehbar geworden sind, ist oft kein unmittelbarer Auslöser zu finden. Das führt dann zu enttäuschenden Besuchen beim Arzt, der “nichts” finden kann, sondern nur einen “altersentsprechenden Befund” feststellt. 

Dabei merkt der Mann aber ganz klar, dass etwas nicht (mehr) stimmt!

Er stellt häufig fest, dass seine Leistungsfähigkeit nachlässt, die Arbeit mehr stresst (Stress-Belastung), das Herz plötzlich zu spüren ist, Vitalität, Spannkraft und Energie lassen nach.

Manchmal zeigen sich Müdigkeit/Erschöpfung/Burnout, das Gewicht geht rauf, der Schlaf ist nicht mehr so erholsam – und es kommt auch zu Erektionsproblemen.

Was bei der Behandlung mit der Rimkus-Methode und bioidentischen Hormonen auf Sie zukommt

Wir machen einen ganzheitlichen Check-Up. Dabei analysieren wir auch das vegetative Nervensystem (innere Steuerung und Reparatur).

Wir sprechen über „Stress“ und Stressbewältigung und bestimmen auch ALLE Sexualhormone. 

Sofern sich ein Hormonmangel (oder andere Störungen) zeigen, wird der Hormonmangel individuell aufgefüllt (und passende Mittel verschrieben).

Damit gehen entsprechende Mangelsymptome zurück, Herzbeschwerden und Schlafstörungen verschwinden und Vitalität, Spannkraft und gute Laune kehren allmählich zurück. 

Wichtig ist: wir verwenden ausschließlich Hormone, deren Struktur dem Menschen IDENTISCH ist (KEINE Hormon-Derivate, die veränderte Strukturen aufweisen.)

Mehr dazu hier:

Bioidentische Hormone nach Rimkus

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