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Dr. Dr. med. Thomas Beck

Forum-Antworten erstellt

Betrachte 10 Posts - 61 bis 70 (von insgesamt 321)
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  • Antwort auf: Rimkus Kapseln wirken nicht mehr? #3872

    Hallo Susi
    Bei Ihrer Frage drängt sich mir der Eindruck auf, dass die Beantwortung eigentlich in ärztliche Hände gehört.
    Ausfluss kann sehr viele verschiedene Ursachen haben. Meist ist es nichts Krankhaftes, was behandelt werden müsste, aber manchmal eben doch.
    Die Hormone nach Rimkus sind keine „Arzneimittel“ im eigentlichen Sinn, sondern körperidentische Stoffe (Hormone), die einen Mangel derselben Hormone wieder auffüllen. Die machen also nix Schlimmes oder Gefährliches mit dem Körper, sondern es wird nur ihr Mangel aufgefüllt. Wie das Motoröl beim Kindendienst: wenn das wieder aufgefüllt ist, dann SINKT die Unfallgefahr und die Risiken gehen nach unten und nicht nach oben.

    Beste Grüße !

    Thomas Beck

    Hallo Frau Anna A.
    Das sind gute und wichtige Fragen.
    Also: Equilin (und andere) sind keine Arzneimittel, sondern das ist die Bezeichnung für ein „Hormon-Derivat“ das vom Pferde(Stuten)-Östrogen stammt. Dieses ist in seiner Struktur zwar dem menschlichen Östrogen ähnlich – aber nicht gleich!

    Aus solchen Hormonbruchstücken und Intermediärprodukten hergestellte Präparate zur Hormonersatztherapie (die Sie vollkommen richtig aufführen), sind deshalb nicht human-identisch (aber schon „natürlich“ – allerdings für Pferde!).

    Utrogest® (wie auch zB Progestan® und andere) sind Präparate mit bio-identischen Hormonen, das stimmt, diese machen insofern Rimkus nach.

    Eigentlich ist ein sehr schöner Erfolg, wenn auch die Pharma das Potential der bio-identischen Hormone entdeckt und den Menschen zugänglich macht (aber natürlich ohne auf Rimkus zu verweisen, was weniger schön ist…).

    Allerdings sind diese Fertigarzneimittel qualitativ nicht zu vergleichen, zum einen, weil darin eine ganze Reihe von Zusatz- Stütz- und Hilfsstoffen enthalten sind, die wir lieber nicht dauerhaft in unseren Körper einbringen möchten.

    Und zum anderen weil der Feinheitsgrad der Verreibung (Mikronisierung) der enthaltene Hormone wesentlich gröber ist und damit die Aufnahme in die Chylomikronen und damit in die Zellen erschwert ist.

    Wir sehen das klinisch an den deutlich schlechteren Wirkungen und an den für bio-identische Hormone eigentlich unbekannten Nebenwirkungen wir Übelkeit, Schwindel etc…

    Der Beipackzettel ist bei Zulassung von Fertigarzneimitteln rechtlich vorgeschrieben, das gilt nicht für die Apotheken-Fertigung („compounding pharmacies“). Die Warninhalte sind großteils vorgeschrieben und von entsprechenden Zulassungsstudien abgeleitet, diese werden aber zu 99% an synthetischen Hormonen durchgeführt. Im Zulassungsverfahren MUSS die Gleichheit mit den „etablierten Synthetika“ nachgewiesen werden (sonst gibt es keine Zulassung!) und damit müssen auch die Warnhinweise übernommen werden, auch wenn sie für die bio-identischen Hormone nicht zutreffen.

    Diese Unterscheidung bzgl. Waschzettel zwischen Fertigarzneimitteln und „magistraler Herstellung“ in der Apotheke ist aber auch inhaltlich berechtigt, weil Hilfs- und Zusatzstoffe in der „magistralen“ Apothekenfertigung nicht verwendet werden, die bestimmte Nebenwirkungen verursachen können.

    Zudem besteht in der Regel ein engeres Verhältnis zwischen der Herstellung der individuellen Verschreibung, dem Verschreiber und dem Patient, sodaß potentielle Unregelmäßigkeiten sofort thematisiert werden können, so sie denn auftreten sollten. (Ganz abgesehen vom enormen Vorteil der individuellen Dosierung, was Sie ja schon erwähnt hatten).

    Ich hoffe, Sie können mit meinen Ausführungen etwas anfangen, mit besten Grüßen!
    Thomas Beck

    Antwort auf: Hormone gesunken #3643

    Hallo Marie (und alle anderen)

    wir haben in den letzten Wochen immer wieder sehr niedrige Hormonspiegel bei den Bestimmungen in den unterschiedlichsten Laboren. Wir ja seit 2016 bekannt, hat der Haupthersteller von HormonTests die Firma ROCHE ein neues Testkit eingeführt, das ProgesteronTestkit Nummer III, das häufig sehr niedrigen Spiegel misst, bis zum Faktor 10 weniger als das vorherige Testkit derselben Firma ROCHE. Ein Ausweichen auf das Testkit zB der Firma SIEMENS bringt leider auch kaum Vorteile, weil mit deren Testkit das Progesteron häufig eher höhere Spiegel misst. Auch der dritte Anbieter, die Firma ABBOTT bringt keinen Vorteil, weil hier die Ergebnisse sowohl nach oben als auch nach unten ausreissen…

    Was also tun?
    Unsere Empfehlung: der behandelnde Arzt muß Erfahrungen mit „seinem“ Einsendelabor sammeln und sich nicht an den genauen Wert klammern. Das eine Labor misst eher zu tief, das andere vielleicht eher zu hoch. Wenn der Arzt das aber weiß, dann kann er die Werte individuell interpretieren. Ganz wichtig ist dabei die KLINIK, also die Symptome, die jemand zeigt. Wenn klare Symptome eines Hormonmangels da sind (und die Werte aber zu hohe Spiegel zeigen), dann sollte man dem Symptomen den Vorrang geben. Und wenn die Symptome auf einen Hormonüberschuß hindeuten oder sich dieser Patient mit seiner Dosis sehr wohl fühlt, im Labor aber zu geringe Spiegel angezeigt werden, dann sollte man die Dosis nicht erhöhen.

    Für diese Abwägungen braucht es aber viel Erfahrung beim behandelnden Arzt!

    Man sollte eine Hormonbehandlung also als LAIE NICHT SELBER in die Hand nehmen… es braucht wirklich Erfahrung!

    ALLES GUTE!

    Dr. Thomas Beck

    Antwort auf: Östradiol steigt nicht … #3407

    Hallo Lilalein,
    Natürlich kennen sich Endokrinologen mit Hormonen aus, allerdings haben sie keinerlei Kenntnis von den bio-identischen Hormonen. Wenn Sie das erkunden wollen, dann fragen Sie Ihre Ärztin doch einfach mal nach dem Unterschied zwischen den üblicherweise verordneten Hormonpräparaten und den bio-identischen Hormonen.
    Der Unterschied liegt in einer absichtlich veränderten Molekülstruktur bei den synthetisch modifizierten Hormonen- und deshalb sind das eigentlich keine echten Hormone mehr, sondern hormonähnliche Substanzen… die erhebliche Unterschiede zu den unveränderten Originalhormonen aufweisen, wie zB verlängerte Wirkdauer, unterschiedliches Wirkprofil, unterschiedliches Abbauverhalten (Metabolismus)…
    Das ist den Endokrinologen in der Regel NICHT bekannt, obwohl es in der Wissenschaft hierüber keinen Zweifel gibt.

    Und genau deshalb empfehlen wir ausschließlich bio-identische Hormone und deshalb müssen Sie solche Ärzte aufsuchen, die das gelernt haben.
    Hier die Liste: http://www.hormon-netzwerk.de/therapeutenliste

    Guten Erfolg!

    Dr Beck

    Antwort auf: Neu hier!! #3392

    Utrogest und Gynokadin sind keine Rimkustherapie…
    Siehe FAQ!

    Beste Grüße !

    Thomas Beck

    Hallo Funfactor

    Ja es ist bekannt, dass nach Einnahme von Progesteron die SCHILDDRÜSENHORMONE stärker wahrgenommen werden können. Und dass sich damit Symptome einer SCHILDDRÜSENÜBERFUNKTION zeigen können. Meist geht das von selber wieder weg, wenn nicht, dann kann man unterschiedlich dosierte Kapsel machen: a) weniger Progesteron für die Morgenkapsel und b) mehr Progesteron für die Abendkapsel.
    Damit kann man die GLEICHE TAGESDOSIERUNG geben, aber eben unterschiedlich verteil.
    Ihr RimkusArzt weiss das sicherlich und wird Sie dabei intetstützen.

    Ergänzend ist mir aufgefallen, dass das Vitamin D und das Östradiol sehr niedrig dosiert sind. Das KANN richtig sein, muss aber überprüft werden…

    Guten Erfolg!
    Thomas Beck

    Antwort auf: mundtrockenheit #3373

    Hallo Steffi

    Juckreiz ist KEIN Symptom eines alleinigen Hormonmangels, sondern es muss noch etwas Weiteres dazu kommen. Meist eine Infektion zB Pilz oder auch Unvertäglichkeit (Waschmittel)…
    Hormone können dann zwar helfen, weil dadurch die Durchblutung und Befeuchtung wieder besser wird und damit auch die Abwehr und eine Überempfindlichkeit nachlässt. Aber es wäre schon sinnvoll, ggf den Auslöser zu suchen/zu finden.
    Guten Erfolg!
    Dr Beck

    Antwort auf: Unsicher wegen Dosierung #3351

    Hallo Zusammen!

    Progesteron REGULIERT den Wasserhaushalt (u.a. über die Bildung von Aldosteron) und ist eher GUT, um Wassereinlagerungen abzubauen..
    Östradiol kann gelegentlich zu WasserEINLAGERUNG führen.

    Deshalb ist es SEHR WICHTIG, beide Hormone ALLMÄHLICH (nicht auf einmal) in den grünen Bereich anzuheben.
    Zudem muss die Leber erst Transportbusse SHBG für die Hormone bilden und das kann schon eine Weile dauern (6 Wochen?) – und solange wie das SHBG zu wenig ist, also solange nicht ausreichend Taxibusse zur Verfügung stehen, solange kann es eine Überstimulation zB der Brust geben.
    ALSO:
    1. Geduld
    2. Wenn das nach ein paar Tagen nicht besser wird, 5 Tage nur morgens eine Kapsel einnehmen
    3. Lymphomyosot Tabl probieren (3-5)x3 einnehmen
    4. Geduld!
    5. Zum Arzt und einen Check machen:
    Hormone, aber auch Niere etc
    Denn man/frau kann „Läuse UND Flöhe“ haben… Das soll heissen, es muss nicht immer alles an den Hormonen liegen…

    Guen Erfolg!

    Antwort auf: Unsicher wegen Dosierung #3349

    Hallo Zusammen!

    Progesteron REGULIERT den Wasserhaushalt (u.a. über die Bildung von Aldosteron) und ist eher GUT, um Wassereinlagerungen abzubauen..
    Östradiol kann gelegentlich zu WasserEINLAGERUNG führen.

    Deshalb ist es SEHR WICHTIG, beide Hormone ALLMÄHLICH (nicht auf einmal) in den grünen Bereich anzuheben.
    Zudem muss die Leber erst Transportbusse SHBG für die Hormone bilden und das kann schon eine Weile dauern (6 Wochen?) – und solange wie das SHBG zu wenig ist, also solange nicht ausreichend Taxibusse zur Verfügung stehen, solange kann es eine Überstimulation zB der Brust geben.
    ALSO:
    1. Geduld
    2. Wenn das nach ein paar Tagen nicht besser wird, 5 Tage nur morgens eine Kapsel einnehmen
    3. Lymphomyosot Tabl probieren (3-5)x3 einnehmen
    4. Geduld!
    5. Zum Arzt und einen Check machen:
    Hormone, aber auch Niere etc
    Denn man/frau kann „Läuse UND Flöhe“ haben… Das soll heissen, es muss nicht immer alles an den Hormonen liegen…

    Guen Erfolg!

    Antwort auf: Neu hier!! #3256

    Hallo Sylvia
    Hall Frau Kollegin

    Wie schön, dass Sie sich schon ein Stück weit in die Materie eingearbeitet haben.
    Ihr Bericht ist erfrischend und aufschlussteich, weil Sie Schritt um Schritt vorgehen und Ihre Beobachtungen berichten. Das ist wissenschaftliches Arbeiten! Beobachten, berichten beobachten und daraus dann Schlüsse ziehen. Und nicht einfach nachplappern, was die „Experten“ vorreden…

    Wir heben mehrere Phasen im Wechsel: zuerst werden die Eisprunge weniger und damit sinkt das Progesteron= Prae-Menopause. Und zwar zwischen 35 und 42 Jahren, die meisten Frauen würden natürlich empört von sich weisen, in den Wechseljahren zu sein…
    Weil aber nun Progesteron zunehmend fehlt, wird deer Zyklus wackelig, ggf gibt es Zwischenblutungen und das Eisen (Ferritin) sinkt. Oral zugeführtes Eisen kommt nur sehr zögerlich im Körper an (und verursacht Nebenwirkungen) wir machen deshalb Eiseninfusionen.

    Allmählich nach 7-15 Jahren wird dann auch Östradiol weniger gebildet, weil es ja aus Progesteron hergestellt wird und davon nicht mehr genug vorhanden ist…
    Dabei kann es zum einem letzten Aufbäumen vor dem Winterschlaf kommen, das Östrogen geht noch einmal richtig hoch, um dann abzusinken. Und zur Gegenregulation steigt dann FSH an. Sobald Östradiol substituiert wird, kommt das FSH dann aber wieder herunter. Das hatten Sie in Ihrer Analyse so gefunden.

    Ihre Beobachtungen sind also vollkommen regelrecht und entsprechen dem zu erwartenden Verlauf.

    Im September haben wir das nächste IntensivSeminar, vielleicht haben Sie ja Interesse!

    Beste Grüße

    Thomas Beck

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