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    • #3249 Antworten
      Sylvia
      Teilnehmer

      Hallo, Herr Dr. Beck und Community,

      zunächst einmal möchte ich mich herzlich bedanken für die tolle Unterstützung, die hier geleistet wird, meist innerhalb kurzer Zeit!
      Ich bin quasi Kollegin (arbeite als Laborärztin) und kann daher relativ unproblematiasch Laborkontrollen durchführen (lassen).
      Seit etwa zwei Jahren habe ich Zeichen der beginnenden Menopause: die Blutungen wurden unregelmäßiger und schwächer, einmal eine Menorrhagie über mehrere Wochen, die mit einer Ausschabung behandelt wurde. Hitzewallungen sind mir bisher erspart geblieben, aber ich spüre meine orthopädische HotSpots deutlicher als früher und schlafe nicht mehr so erholsam. Haut und Schleimhäute werden langsam etwas trockener. Da meine Gynäkologin wenig aufgeschlossen ist, habe ich beschlossen, meine Therapie selbst in die Hände zu nehmen. Natürlich habe ich Herrn Dr. Becks Buch aufmekrsam gelesen (großes Lob! sehr informativ und verständlich für Experten wie Laien!) und die ersten Laborwerte bestimmt:
      10.7.
      FSH 2.2 IU/l
      Östradiol 253 ng/l
      Progesteron <0,2 µg/l
      Ferritin 21 µg/l
      Also Östradiol ganz schön hoch (hat mich erstaunt) und Progesteron viiiel zu niedrig (hatte ich erwartet). Hab Kapseln mit 100mg Progesteron bestellt und in der Zwischenzeit mit Progesteongel 2x tgl. angefangen. Sofort hat eine starke (Abbruch?)blutung eingesetzt, die heute ( 3Wochen später) noch nicht beendet ist. Das hat mich noch nicht besonders beunruhigt. Ich sehe es als „Reinigung“ , die Beschwerden halten sich in Grenzen. Nach Eintreffen der Kapseln habe ich abends eine genommen und morgens das Gel weiter verwendet. Zudem nehme ich 50 mg Eisen tgl.
      Kontrolle 31.7.
      FSH 12 IU/l
      Östradiol 108 ng/l
      Progesteron 40 µg/l
      Ferritin 11 µg/l
      Das Progesteron hat offensichtlich angeschlagen, das Eisen wg. der deutlichen Blutung wohl nicht ausgereicht. Nun sind ja 3 Wochen vergangen und ich werde die Kapseln für einige Tage absetzen und schauen, ob die Blutung sistiert. Außerdem lasse ich die Frauenärztin kontrollieren, ob es sonographisch irgendwelche Auffälligkeiten gibt.
      Ich werde weiter berichten (vielleicht kann ja die eine oder andere Infos für sich ableiten) und freue mich über Feedback und Ratschläge der Erfahreneren hier. Liebe Grüße!

    • #3256 Antworten

      Hallo Sylvia
      Hall Frau Kollegin

      Wie schön, dass Sie sich schon ein Stück weit in die Materie eingearbeitet haben.
      Ihr Bericht ist erfrischend und aufschlussteich, weil Sie Schritt um Schritt vorgehen und Ihre Beobachtungen berichten. Das ist wissenschaftliches Arbeiten! Beobachten, berichten beobachten und daraus dann Schlüsse ziehen. Und nicht einfach nachplappern, was die „Experten“ vorreden…

      Wir heben mehrere Phasen im Wechsel: zuerst werden die Eisprunge weniger und damit sinkt das Progesteron= Prae-Menopause. Und zwar zwischen 35 und 42 Jahren, die meisten Frauen würden natürlich empört von sich weisen, in den Wechseljahren zu sein…
      Weil aber nun Progesteron zunehmend fehlt, wird deer Zyklus wackelig, ggf gibt es Zwischenblutungen und das Eisen (Ferritin) sinkt. Oral zugeführtes Eisen kommt nur sehr zögerlich im Körper an (und verursacht Nebenwirkungen) wir machen deshalb Eiseninfusionen.

      Allmählich nach 7-15 Jahren wird dann auch Östradiol weniger gebildet, weil es ja aus Progesteron hergestellt wird und davon nicht mehr genug vorhanden ist…
      Dabei kann es zum einem letzten Aufbäumen vor dem Winterschlaf kommen, das Östrogen geht noch einmal richtig hoch, um dann abzusinken. Und zur Gegenregulation steigt dann FSH an. Sobald Östradiol substituiert wird, kommt das FSH dann aber wieder herunter. Das hatten Sie in Ihrer Analyse so gefunden.

      Ihre Beobachtungen sind also vollkommen regelrecht und entsprechen dem zu erwartenden Verlauf.

      Im September haben wir das nächste IntensivSeminar, vielleicht haben Sie ja Interesse!

      Beste Grüße

      Thomas Beck

    • #3257 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Hallo Sylvia,

      traue mich kaum hier in der Ärzteschaft ‚Laut‘ zu geben. Hoffe, es ist okay, wenn ich meiner gesamten Linie treu bleibe, auch bei der Anrede und dem Du?
      Möchte dich aber herzlich Willkommen heißen und es ist wundervoll zu hören, wie du dich informiert hast. Auch wenn du leider die Arzt-Erfahrungen mit uns teilst. Du zeigst mir, informiert zu sein bringt uns erstmal am Weitesten.
      Darüber hinaus freue ich mich über das Kompliment zu meiner Forumsbeteiligung – sofern es u.A. auch mir galt. Ich mache es auch sehr gerne, weil ich absolut überzeugt von der Methode bin und es macht mich etwas verlegen. Aber ich gebe zu, es ist auch schön zu hören, wenn es euch gefällt und vorallem ich auch der ein oder anderen eine kleine Stütze sein kann, wenn Ängste auftauchen. Daher versuche ich so zeitnah wie möglich zu antworten, soweit meine bisherigen Kenntnisse ausreichen.

      Lassen sich mit Eisentabletten in ‚absehbarer‘ Zeit gute Spiegel erzielen?

      Hast du Vitamin D auch mal überprüft? Das ist mir damals aufgefallen, dass ein guter Wert auch positiven Einfluss auf orthopädische Zipperlein haben kann.

      Aber da du dich auch selber ‚auf den Weg‘ begeben hast, vom ‚Fach bist‘ und das Buch gelesen hast, wirst du auch Vitamin D auf dem ‚Schirm‘ haben.;-)

      Ich freue mich sehr über fachliche Unterstützung im Forum!

      Schön, wenn du uns weiter an deinem Verlauf teilhaben lässt.

      Auf bald,
      Rutschgerl

    • #3258 Antworten
      Sylvia
      Gast

      Hallo in die Runde und Wow!
      Ich freue mich, so herzlich begrüßt zu werden und selbstverständlich ist das Du völlig ok! Liebes Rutschgerl (Ladies first ;-)), natürlich galt das Lob auch Dir, Du bist ja fast täglich hier unterwegs und hilfst, wo Du kannst. Ob ich zukünftig Unterstützung leisten kann, muss sich zeigen…Vitamin D ist ein guter Tip und ich habe es auf dem Schirm (bin der Vitamin D-Ansprechpartner im Labor), mein aktueller Wert von 47,5 µg/l ist ganz ok mit Luft nach oben.
      Eisen muss ich fast dauerhaft einnehmen, meine Reserven sind meistens mau. Dafür gibts unterschiedliche Ursachen, die hier zu weit führen würden. Ich substituiere daher Eisen und zwar als BisGlycinat, das ist aus meiner Erfahrung die einzige Verbindung, die einigermassen gut resorbiert und auch recht gut vertragen wird. Infusionen gingen natürlich schneller…aber ich gehe so ungern zum Arzt 😉 (Ärzte sind die schlimmsten Patienten!!)
      Lieber Herr Dr. Beck, vielen Dank, daß auch Sie sich die Zeit für eine Antwort genommen haben, das freut mich sehr! So wie Sie es beschrieben haben, habe ich die Vorgänge auch in etwa vermutet. An einem IntensivSeminar hätte ich schon Interesse, allerdings st meine Approbationsurkunde vierbeinig (Veterinärmedizin), sodaß ich leider keine Therapeutin werden kann.
      Jetzt schauen wir mal, was der Sono-Befund an Erkenntnissen bringt, dann melde ich mich wieder… Liebe Grüße!

    • #3259 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Nochmals ein Dankeschön!
      Das hört man oft, dass Ärzte die schlimmsten Patienten sein sollen. Scheint was dran zu sein.;-)

      Tja, ich möchte mich auch weiter zu Vitamin D informieren. Ich kann ihn zwar auf 80 ng/ml bringen (mein Wunschwert), dennoch schaffe ich es mit der Erhaltungsdosis in den Kapseln nicht ihn zu halten. Ich pendle mich bisher auf 50 zurück, das jetzt.
      Wenn du einen Tipp hast, wo ich mich genauer dazu belesen könnte und Stabilität in den Wert bringen könnte, wäre ich sehr dankbar.
      Bisglycinat ist mir bzgl. Magnesium ein Begriff. Auch da soll es lt. meinem Kenntnisstand das ‚Mittel der Wahl‘ sein. Dass es auch beim Eisen so ist, wusste ich noch nicht.

      Die Einstellungsphase bei Rimkus stelle ich mir mit noch vorhandenen Blutungen doch Einiges schwieriger vor. Da es bei Frauen wie mir, die ein halbes Jahr nach der letzten Blutung mit Rimkus angefangen haben, häufig zu wieder einsetzenden Blutungen kommen kann. Auch noch nach 1 1/2 Jahre die ‚Umstellung‘ noch nicht ganz erfolgt ist, interessiert mich der Verlauf bei dir um so mehr. Es wäre ein neuer Erfahrungsbericht aus einer anderen ‚Kategorie‘, wenn man so will.

      Ich hatte die Kapseln regelmäßig abgesetzt, hatte es auch mal versucht bei Schmierblutungen weiterzunehmen, aber das hätte zu einer ‚Endlosschleife‘ geführt. Aber meist wurde mir die Entscheidung abgenommen, da nach wenigen Tagen sowieso eine (hell)rote Blutung eingesetzt hat.

      Möchtest du weiterhin das Gel zusätzlich anwenden?
      Waren die Werte vom 31.07. die Blutabnahme am 21. Zyklustag (+/-2 Tage) betreffend?

      Hitzewallungen haben bei mir genau mit der letzten Blutung eingesetzt, davor keine Spur.

      Auf bald & alles Gute bis dahin,
      Rutschgerl

    • #3264 Antworten
      Sylvia
      Gast

      Hallo Rutschgerl,
      meine Erstmessung habe ich ohne Zykluszeitpunkt nehmen müssen, denn meine Menses waren ja schon nur noch sporadisch aufgetreten. Seit dem Absetzen des Progesterons (vor etwa 36h) läßt die Blutung etwas nach. Leider habe ich erst am 12. einen Termin bei der Gynäkologin bekommen können, mich hätten der Schleimhaut- und Ovarbefund aktuell schon sehr interessiert.
      Ich bin momentan noch unsicher, wie ich weiter vorgehen soll. Da ja scheinbar noch ovarielle Restfunktion vorhanden ist, überlege ich, ob ich nicht den Zyklus imitieren und jeweils zwei Wochen Progesteron pausiere/zuführe. Sollte jedoch mit jeder Progesterongabe eine solche Blutung ausgelöst werden, muß ich mich wohl gedulden, bis die Ovarien tatsächlich komplett aufgegeben haben. 🙁
      Spaßeshalber habe ich noch das SHBG bestimmt: es liegt mit 153 nmol/l (20.1-148.0) etwas über dem Referenzbereich, meine Leber hat also brav auf die Progesterongabe reagiert.

    • #3269 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Sylvia, ich bin völlig perplex von deinem Einsatz und darf ich es so nennen: Ich lausche deine Worten ebenso faszinierend, wie ich es schon oft bei Dr. Dr. Beck hier und auf seiner Seite getan habe, ebenso in seinem Buch und den Zeilen von Dr. Rimkus. Herzlichen Dank dafür, die Kompetenz ist auch für mich als Laien nicht zu übersehen und ich kann nur immer weiter Nützliches lernen.

      Dein Östradiol-Wert vom 10.07. zeigt, dass sich durchaus noch hormonell was „bewegt“. FSH ist noch sehr ’schön‘. Mich hätte der Östradiol-Wert nicht überrascht.
      Wobei ich gerne, um nichts misszuverstehen, zusammenfassen möchte, ob ich es richtig verstanden haben – bitte korrigiere mich:
      Du hast am 10.07. deine Werte genommen, fern von jeglicher Hormon-Substituiton. Die Folgewerte sind unter reiner Substitution von Progesteron entstanden. Möchtest du nicht die Original-Rimkus-Methode anwenden und auch Östrogen ‚ins Spiel‘ bringen? Allerdings ohne Seminarinhalte stelle ich es mir sehr schwierig vor, es selber einzustellen. Gerade im Hinblick, dass du noch nicht in der menopausalen Phase bist, die es doch etwas einfacher gestalten lässt.
      Bestimmt schwierig, aber vielleicht ist es für dich leichter. Du hast im Buch gute Anhaltspunkte für Frauen, die noch Blutungen haben. Auch wenn sie sporadischer sind. Ich kann nur aus eigener Erfahrung berichten, dass es nach einigen Monaten ohne Menstruation unter Rimkus zu erneuten ‚regelmäßigen‘ Blutungen kommen kann – eher: wird.
      Unabhängig von der Größe der Ovarien, meine waren lt. Frauenärztin bereits auf Mandelgröße geschrumpft, sprechen Rezeptoren noch an, so dass ich nach knapp 2 Jahren noch immer (Schmier-)blutungen habe. Hypothalamus-Hypophysen-Achse – auch eine Thematik in dem Zusammenhang

      Ich bin froh, nicht an der ‚Quelle‘ zu sein, ich wäre ebenso geneigt meine Werte häufig zu überprüfen, aber es würde mich wohl mehr beunruhigen als beruhigen, befürchte ich.;-)

      Ich würde mich an deiner Stelle, ganz simpel gedacht, nach der Original-Methode orientieren. Ich halte sie für die beste Variante, vielfach getestet und so lange schon bewährt. Kapseln nach Werten bestimmen (lassen?). Da du noch Blutungen hast, eine Woche Einnahmepause, und nach drei Monaten die Blutwerte bestimmen lassen. Sehe ich das zu einfach?

      Ja, die Schleimhaut – schon spannend, war es für mich auch. Wie hoch ist die Schleimhaut aufgebaut, war ein zentrales Thema. Aber aufgrund der Einnahmepause hatte ich wenig Bedenken, die Ärztin leider immer. Wenn ich nicht so ‚gefestigt‘ gewesen wäre, bin ich sicher, dass ich sehr verunsichert gewesen wäre. Es ist wirklich nicht einfach, der Standard-Meinung eines Schulmediziners in Bezug auf Rimkus etwas entgegenzustellen, das auch angenommen wird.

      Bzgl. SHBG hatte ich noch keinerlei Augenmerk aufgrund fehlenden Interesses. Aber so an der Quelle eine wirklich spannende Sache!!! Wunderbar, dass du den Verlauf so genau dokumentieren kannst!

    • #3304 Antworten
      Sylvia
      Gast

      Hallo Rutschgerl,
      wie es genau weitergeht, kann ich zum heutigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Ich werde jetzt erst einmal den Befund der Frauenärztin abwarten und schauen, wie mein Körper jetzt in der Progesteronpause reagiert. Aber ich werde in jeder Hinsicht die Rimkus-Prinzipien befolgen:
      1. nicht im Blindflug arbeiten > Sonographie, Labor
      2. nur den Mangel ausgleichen mit natürlichen Hormonen > vorerst also kein Östradiol
      3. natürliche Rhythmen des Körpers beachten > Einnahme mit Pause, solange ich noch nicht postmenopausal bin.
      Soweit der Plan, schaun wir mal, ob er aufgeht.
      Außerdem hab ich für Montag eine Eiseninfusion vereinbart (war nicht leicht 😉 )
      Liebe Grüße!

    • #3305 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Du schreibst, du möchtest die Rimkus-Prinzipien befolgen. Aber eine Progesteronpause ist an sich nicht vorgesehen, auch nicht Östradiol von vorneherein auszuschließen.
      Einnahme mit Pause – du meinst Einnahme 21 Tage, 7 Tage Pause, um Blutung auszulösen?

      Ich wünsche dir viel Glück bei der eigenen Interpretation der Rimkus-Methode und hoffe, es funktioniert wie du es dir vorstellst!

      Oh, das kann ich mir vorstellen, dass es nicht einfach ist einen Arzt von einer Eiseninfusion zu überzeugen. Besonders in ‚geeigneter‘ Häufigkeit. Aber deine ‚vierbeinige Basis‘ ist hoffentlich ein Vorteil!

    • #3306 Antworten
      Sylvia
      Gast

      Hi Rutschgerl,
      doch, doch, Dr. Beck beschreibt in seinem Buch ein solches Vorgehen bei der Behandlung der prämenopausalen Frau. Insofern fühle ich mich sicher. 🙂
      Den Arzt zu überzeugen war leicht, ich hatte ja meinen Ferritinwert zum Beweis. Der Witz ging auf meine Kosten, MIR ist es nicht leicht gefallen, den Termin zu vereinbaren. 😉

    • #3308 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Mir ist das durchaus bekannt, aber generell wird aber nach Blutwerten behandelt, daran lässt sich nicht rütteln, oder?;-)

      Trotz dem ‚Beweismittel‘ ist es ein schweres Unterfangen, was ich schon mitbekommen habe. Auch als Selbstzahler. Aber gut, wenn dir ’nur‘ das Termin vereinbaren schwer fiel = positiv Denken.;-)

    • #3390 Antworten
      Sylvia
      Gast

      Hallo miteinander,
      ich bin Euch noch eine Rückmeldung bzgl. des weiteren Verlaufs „schuldig“.
      Ich finde es soweit ganz interessant und hoffe, auch andere können ihre Schlüsse daraus ziehen. Ich hatte einen Termin bei der Gynäkologin wg. der sehr starken Blutungen. Ich habe ihr meine Laborwerte gezeigt und ganz offen kommuniziert, was ich gemacht hatte und warum (neuerdings hat sie auf ihrer Homepage auch „Bioidentische Hormontherapie“ angegeben).
      Im Ultraschall zeigte sich eine flache Schleimhaut, keine Auffälligkeiten an den Ovarien und zwei kleine Myome (2,3 und 1,6 cm). Es gibt also keine weiteren Ursachen für die Menorrhagie außer die Progesterontherapie. Im Gespräch stellte sich heraus, daß dies lt. ihrer Erfahrung wohl gar nicht unüblich ist, wenn sich nach langer „Östrogendominanz“ eine dicke Schleimhaut aufgebaut hat, die sich mit den ersten (sehnlich erwarteten ;-)) Progesterongaben umbildet und dann abgestoßen werden kann. Mir persönlich war das so lieber als eine (weitere) Ausschabung, auch wenn ich einen deutlichen Eisenmangel entwickelt habe (hätte aber auch durch die Ausschabung passieren können). Nach mittlerweile zwei Eiseninfusionen geht es mir in dieser Hinsicht auch schon deutlich besser…
      Ich habe nun Utrogest 200mg Kapseln und GynoKadin-Gel von ihr verschieben bekommen, die ich rhythmisch verwenden soll:
      5-7 Tage Blutung
      7 Tage 1 Hub Gynokadin morgends
      14 Tage 1 Hub Gynokadin morgends und 1 Kapsel Utrogest abends
      Da bei mir momentan wieder eine geringfügige Schmierblutung eingesetzt hat, warte ich diese ab und werde dann mit dem Rhythmus beginnen. Ich berichte dann wieder…Liebe Grüße!

    • #3392 Antworten

      Utrogest und Gynokadin sind keine Rimkustherapie…
      Siehe FAQ!

      Beste Grüße !

      Thomas Beck

    • #3393 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Danke für deinen Verlaufsbericht!
      Nimmst du Rimkus nun nicht mehr oder in Kombination? Falls Letzteres, ob das eine gute Idee ist? Warum nicht die Rimkus-Dosis entsprechend anpassen?

    • #3394 Antworten
      Sylvia
      Gast

      Hallo und guten Morgen,
      momentan folge ich dem Ratschlag der Gynäkologin und nehme nichts „durcheinander“. Aber ich möchte sobald als möglich zur Rimkustherapie zurückkehren, da ich die Einnahme per Kapsel bevorzuge und mir die „Hilfsstoffe“ in den Medikamenten mißfallen.
      Natürlich ist dieses Forum der Rimkus-Therapie vorbehalten. Deshalb werde ich erst wieder berichten, wenn ich diesbezügliche Erfahrungen besisteuern kann…Beste Grüße!

    • #3429 Antworten
      Dr. Eduard Rosler
      Teilnehmer

      Hallo Sylvia,
      als Labor“genosse“ möchte ich dir viel Glück bei deiner Therapie wünschen. Aus langjähriger Erfahrung kann ich dir nur sagen, dass die individuelle Therapie mit bioidentischen Hormonen, die so nur im Rahmen der Rimkustherapie möglich ist, wahrscheinlich erfolgsversprechender ist. Die Umstellung von Gynokadin, Utrogest etc. auf die Kapseln ist nahtlos möglich. Wie auch immer, viel Erfolg und liebe Grüße
      E.Rosler

    • #3451 Antworten
      Sylvia
      Gast

      Hallo Eduard (darf ich bei Du bleiben?),
      vielen lieben Dank für Deinen Kommentar, ich freue mich sehr darüber! Ich mache momentan spannende Erfahrungen mit meiner kleinen n=1-Versuchsgruppe, die ich aber mit Rücksicht auf den Zweck dieses Forums hier nicht extensiv ausbreiten möchte.
      SEHR wahrscheinlich werde ich in ein paar Monaten zur Rimkus-Therapie zurückkehren und dann berichten. Bis dahin hilft mir eine etwas flexiblere Handhabung der Hormondosen, den Bedarf und die jeweilige Reaktion meines Körpers besser kennen zu lernen.
      Liebe Grüße!

    • #4443 Antworten
      HeikeM
      Gast

      Hallo, guten Abend an Alle,

      Ich bin auch ganz neu hier und bin verunsichert, was die
      Einnahme und die Werte betrifft.

      Ich bin 49 Jahre alt und meine Werte sind:
      Vom 20.02.2020
      LH 3,8
      FSH 3,7
      Östradiol 159
      Progesteron 7,6

      Meine Periode war bisher ziemlich genau, bis auf die letzten 3-4 Monate. Hinzu kommt seit vielen Jahren habe ich einen hohen Puls, ohne Grund. Der liegt dann bei 190 und es dauert meist 30-40 Minuten bis er wieder im Normalbereich ist. Er geht aber von 190 runter und pendelt sich dann meist so zwischen 130-140 für diese Zeit ein. Mein Blutdruck ist ebenfalls etwas hoch. Hier nehme ich Bisoprolol 1,25 mg gegen ein. Am meisten leide ich jedoch unter Stimmungsschwankungen. Diese wurden im Januar so schlimm, das ich mich entschied abklären zu lassen, ob Hormone dafür verantwortlich sein könnten. Ebenso hatte ich Zwangsgedanken aggressiven Inhalts. Dagegen nehme ich 40 mg Paroxetin ein. Diese wurden auch ab Januar ganz schlimm. Hinzu kamen starke Angstgefühle.

      Meine Ärztin hat mir en Rezept über 75 mg Progesteron ausgestellt. Das soll ich einmal am Abend nehmen. 1 Monat habe ich das auch bereits eingenommen. Ging mir ganz gut damit. Meine Frage ist nun: ist es üblich nur 1 x täglich einzunehmen? Meine Ärztin meinte dazu, dass es viele Frauen müde machen würde, daher hat sie es mir nur abends empfohlen.
      Hat jemand ähnliche Beschwerden und kann mir vielleicht sagen, ob sich hormonelle Veränderungen auch in der Psyche bemerkbar (Zwangsgedanken)?

      Was haltet ihr von der Dosierung und den Werten?

      Vielen Dank für die Mithilfe.
      Liebe Grüße Heike

    • #4445 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Hallo,

      1x täglich ist die Rimkus-Therapie nicht anzuwenden, du kannst ja den Spiegel nicht halten, nur wenn du je 1 Kapsel im Abstand von ca. 12 Stunden einnimmst. 2 Stunden vor Blutabnahme ist die Kapsel einzunehmen.

      Die Werte sind ohne bioidentische Hormone im Februar und dann hast du mit 75mg Progesteron begonnen, richtig?
      Psyche und fehlendes Progesteron, ja das kann gut zusammen passen, außer es liegt ein anderer ‚Umstand‘ vor.
      Östrogen ist ein guter Wert, FSH passt auch noch gut. Progesteron ist bei den Rimkus-Werten ab 5 angegeben, aber das ist sehr niedrig und wird für wenige passen. An sich ist der Referenzbereich zwischen 10-30 ng/ml angesiedelt.

      Ich hoffe, ich konnte dir deine Fragen beantworten.

      Alles Gute,
      Rutschgerl

    • #5221 Antworten
      MariamP.
      Gast

      Hallo Sylvia, Hallo Dr.Beck, Hallo alle zusammen,
      ich bin niedergelassene Ärztin für Allgemeinmedizin
      Seit ca 2 Jahren nehme ich Rimkus-Kapseln mit sehr gutem Ergebnis, aber ich habe seit einigen Monaten viele entzündliche Stellen im Mund-, Rachen -und Nasenbereich. Wir scheint es, dass es möglicherweise eine Allergie auf Yamswurzel ist. Könnten Sie mir mitteilen, wo ich mich testen kann. Mir bekannte Labore machen das nicht .
      Vielen Dank

      • #5251 Antworten

        Hallo Frau Kollegin Sylvia,

        nachdem Sie sich als Kollegin zu erkennen gegeben haben – vielen Dank! – Darf ich vielleicht mit folgendem Beispiel antworten:
        Sie werden wohl auch keine Sorge haben, Milch zu tinken, falls Sie einen Heuschnupfen haben, nur weil die Kuh die Milch aus Heu gemacht hat…
        Was meine ich damit?
        ALSO: in den Hormonkapseln sind keine YAMSWURZELN oder irgendwelche Pflanzen-Anteile davon enthalten!
        Die Hormonkapseln nach Rimkus enthalten KEINE PHYTOHORMONE, sondern echte physiologische human-identische Hormone!
        Sondern: die Hormone werden aus einer pflanzlichen Vorstufe nämlich aus Diosgenin hergestellt, das zB aus Yamswurzeln (oder Soya oder Salbei oder Klee usw…) gewonnen wurde.
        Und diese feinst zermahlenen (mikronisierten) Hormone werden von Apotheken in Öl suspendiert (gelöst) und in die Hormonkapseln abgefüllt!

        Wir geben also kein „Gras“ (Yamswurzel) und hoffen, daß die Patienten dann daraus „Milch“ (Hormone) herstellen können. Sondern wir geben „Milch“ – also richtige echte Hormone – die vorher aus „Gras“ (Diosgenin) hergestellt wurde.
        In den Kapseln ist also kein(!) Yamsextrakt enthalten, sondern die Kapseln enthalten echte Hormone.
        Falls das nicht richtig klar geworden ist, dann bitte nochmal nachfragen.

        Wenn Sie also entzündliche Stellen entwickeln, dann muß das also andere Ursachen haben.

        Nebenbei: Allergien gegen Yamswurzel sind extrem selten und auch nur bei dem Genuß roher Yamswurzel beobachtet worden! (die wir ja gar nicht verwenden! siehe oben).
        Hierzu 2 Quellen:
        Lux S (2018) Anaphylaxie nach Jamskonsum. Allergo J 27(2): 8
        XU YY et al (2018) Identification of a thermal stable allergen in yam (Dioscorea opposita) to cause anaphylaxis. Asia Pac Allergy 8: e4

        Beste Grüße!
        Thomas Beck

    • #5253 Antworten
      Sylvia
      Gast

      Hallo, liebe Mariam,

      ich habe mich informiert. Weder in unserem noch in einem Labor unserer Gruppe (Limbach) ist eine Untersuchung auf Allergie gegen Yamswurzel möglich.
      Da Sie die Kapseln schon seit zwei Jahren einnehmen, die Beschwerden jedoch erst seit zwei Monaten auftreten, scheint mir auch eine andere Ursache wahrscheinlicher zu sein. Trat denn das Problem vielleicht mit einer neuen Charge der Rimkus-Kapseln auf? Dann würde ich mich an die herstellende Apotheke wenden, ob z.B. an der Rezeptur (Kapseln, Olivenöl etc.) etwas geändert wurde.

      Mit den besten Wünschen, Sylvia

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