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Rimkus und HPU

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    • #3064 Antworten
      BirgitBork
      Teilnehmer

      Hallo,
      ich hätte eine Frage:
      – seid 2017 nehme ich an der Rimkus Therapie teil, leider haben sich meine Hormonwerte nie mit den von Dr. Rimkus angegebenen Werten angegliechen. Nicht mal ansatzweise.
      – seid 2018 habe ich erfahren das ich unter der Stoffwechselstörung HPU – Hämopyrollaktamurie leide, das ist eine Entgiftungsstörung und mit Nahrungsergänzungsmitteln ganz gut in den Griff zu bekommen.
      – Mein Kupfer Gehalt im Blut ist imens angestiegen, was mir auf anderem Gebiet ziemliche Probleme bereitet.
      Ich bin etwas ratlos…..

      Ich habe jetzt Rimkus Kapseln ohne Kupfer. Mal schauen ob der Kupferwert sinkt.

      Von meiner Ärztin habe ich in den Kapseln die Werte:
      190 mg Progesteron lt. Blutbild v. 13.05.19 — 37,4 ng/ml bei mir im Blut
      1,6 mg Östradiol lt. Blutbild v. — 38,3 pg/ml
      FSH lt. Blutbild v. — 36,3 mIU/ml

      So geht das jetzt schon seit 2017.

      Meine Frage wäre: Besteht eine diskrepanz zwischen HPU und Rimkus? Oder HPU und Hormonen überhaupt?

      Über eine Rückantwort würde ich mich sehr freuen!

    • #3065 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Hallo,

      natürlich kann dir die Frage nur ein Arzt beantworten, das müsste eigentlich dein Rimkus-Therapeut.

      Nur Grundsätzliches: Sind die Dosis-Angaben täglich oder pro Kapsel? Progesteron wäre an sich weniger zu nehmen, Östrogen mehr. Du nimmst 2 Kapseln? In welchem Abstand? Was beachtest du bzgl. der Blutentnahme? Vielleicht läuft ja irgendwas in der Richtung nicht so ganz ‚rund‘, wäre das möglich?

      Viele Grüße,
      Rutschgerl

    • #3066 Antworten
      AstridH
      Teilnehmer

      Hallo Birgit,

      wie Rutschgerl schon sagt, ist dein Progesteronwert ja schon erhöht (10 — 30 ng/ml wäre in Ordnung), während dein Östradiol bei 120 – 180 pg/ml liegen könnte, also zu niedrig ist. Hier findest du die Normalwerte nach Rimkus:

      https://www.hormon-netzwerk.de/wp-content/uploads/hormone/2014/10/Normwerte-nach-Rimkus.pdf

      Zur HPU weiß ich, dass Zinkmangel ein Problem ist. Zink und Kupfer stehen im Zusammenhang. So aus dem Kopf kann ich das gerade nicht genau sagen, aber mit Sicherheit hat man auch hormonelle Probleme mit HPU. Hat man Zinkmangel und nimmt Zink ein, senkt man damit auch den Kupferwert. Vielleicht ist das für dich ein Anhaltspunkt? Ich habe auch Verdacht auf HPU, bei mir ist allerdings das Progesteron wieder stark gesunken, nachdem es anfangs schon im Normbereich war. Ich nehme jetzt ein Präparat von Biopure namens Core zum Ausgleich bei HPU. Allerdings ist da auch wieder Kupfer mit enthalten und vielleicht solltest du erst einmal nach Zink und B 6 schauen. Oder behebst du den Mangel an Stoffen, die durch die HPU vermehrt ausgeschieden werden, schon? Dann sollte es eigentlich keine Probleme mit Rimkus geben. Kupfer und Zink in den Rimpus-Kapseln ist sehr niedrig dosiert.

      Vielleicht hilft dir auch das Buch KPU/HPU von Kyra Kaufmann und Sascha Kaufmann. Es gibt eine neue Auflage von 2018. Ich habe es selber noch nicht gelesen, aber von Kyra Interviews zu dem Thema gehört.

      Liebe Grüße

      Astrid

    • #3067 Antworten
      AstridH
      Teilnehmer

      Korrektur: Ich habe gerade gesehen, dass Kupfer doch nicht im Core enthalten ist.

    • #3081 Antworten
      BirgitBork
      Teilnehmer

      Hallo,
      ich nehme schon zum Ausgleich meiner HPU Heidelberger Chlorella die Kombi mit Vit B und Zink, Mangan.
      Zink nehme ich schon soooo viel, aber der Kupferwert bleibt.
      Wir haben bei der HPU alles zum Ausgleich gebracht …..nur Rimkus schlägt nicht an.
      Im Augenblick habe ich hier keinen Therapeuten der mir weiterhelfen kann. Ich habe schon den 4.
      Es ist wirklich nicht angenehm wenn die Fachleute nur mit den Achseln zucken.
      Also wieder mal … selbst ist die Frau.
      Falls hier noch jemand eine Idee hat, ich bin für alles offen!

    • #3083 Antworten
      AstridH
      Teilnehmer

      Hallo Birgit,

      wie du dann den Kupferwert runter bringen kannst, habe ich auch keine Idee mehr. Ich gehe mal davon aus, dass du nicht nur viel Zink nimmst, sondern dass das auch aufgenommen wird, dein Zinkspiegel also wieder gut ist. Ansonsten könnte es auch sein, dass du einmal eine andere Zinkverbindung probieren musst. Oder Chlorella in größerem Abstand nehmen, denn die Entgiftung kostet auch wieder Zink. Gut entgiftet wirken die Rimpus-Kapsel wohl auch besser, so ist die Erfahrung meiner Frauenärztin.

      Hast du denn noch Symptome, die auf zu wenig Östradiol schließen lassen? Der FSH ist ja zwar noch erhöht, aber nicht so dramatisch. Was ich noch nicht verstehe, ist, warum du so viel Progesteron nimmst, obwohl der Spiegel schon so hoch ist. Aber das hat mit deiner Frage nach dem Kupfer ja nichts zu tun. Nur denke ich, dass ja die Kapseln schon anschlagen, sonst wäre das Progesteron ja nicht so hoch.

      Hm, um den Körper noch ein bisschen anzustoßen, fällt mir noch Frauenmantel ein und Bor.

      Tut mir leid, dass ich nicht weiter helfen kann.

      Liebe Grüße
      Astrid

    • #3084 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Birgit, du hast auf meine Fragen noch nicht geantwortet. Vielleicht kommt man da schon irgendwie weiter, an was es liegen könnte? Meist sind es Anwendungsfehler, falscher Zeitpunkt Blutabnahme, falsche Einnahme-Zeiten und Anzahl der Kapseln, keine zertifizierte Apotheke, etc.

    • #3085 Antworten
      BirgitBork
      Teilnehmer

      Hallo Rutschgerl,

      sorry habe dein Frage jetzt erst gesehen, ich bin nicht der Foren Mensch :))

      Ich nehme 2 x Kapseln morgens und abends, hergestellt von der BIO-Apotheke in München.

      Das Thema ist das ich seid Januar mit dem Werten der Hormone so hoch gestuft wurde, seitdem habe ich wieder Migräne ohne Ende und dauernd Kopfschmerzen.
      Meiner Therapeutin habe ich dies gesagt aber sie meinte wir lassen das alles so.

      Nach der letzten Blutentnahme brav genau 2 Stunden nach Kapsel Einnahme habe ich sie gefragt was wir gegen den hohen Kupferwert tuen könnten. Leider keine Antwort erhalten. Sie rief mich dann an das ich bei der Bestellung die Kupferangabe auf dem REzept streichen soll, das habe ich dann auch getan.

      Ihr habt mich zum Nachdenken gebracht, daraufhin habe ich gestern abend nur 1 Kapsel genommen und heute morgen auch nur eine. Und siehe da mein Kopfweh ist weg juhu! Bestimmt ist das nicht so optimal, aber mir hilft es gerade!

      Mal schauen wie das weiter geht. Ich habe mir jetzt erst mal einen HPU Fachärztin gesucht und keine Heilpraktikerin mehr. Aber bestimmt halten die dann wieder nix von Rimkus. Egal ich gehe es an! Werde berichten.
      Danke noch mal!

    • #3086 Antworten
      AstridH
      Teilnehmer

      Oh ja, wenn die Dosis auf je 2 Kapseln aufgeteilt ist, kannst du ja gut selbst reduzieren, da du ja trotzdem morgens und abends eine Dosis hast. Vielleicht braucht dein Körper noch ein bisschen, bis er genügend Rezeptoren für das Östradiol gebildet hat. Schade, dass deine Ärztin nicht auf deine Beschwerden eingegangen ist. Man sollte doch immer auch die Symptome und nicht nur die Werte im Blick haben.

      Schön, wenn du weiter berichten möchtest. Ich bin gespannt.

    • #3087 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Birgit, du hast morgens 2 Kapseln genommen und abends 2 Stück? Habe ich das jetzt richtig verstanden?! Das ist ja eine irre Hammerdosis – oder was war in einer Kapsel? Oder ist das bei der Bio-Apotheke so, dass sie den Inhalt von 2 Kapseln in einer hat? Irgendwas ist mir da von damals in Erinnerung als der Apotheker geschrieben hat. War das die Gesamtdosis/Tag, die du oben erwähnt hast, verteilt auf 4 Kapseln pro Tag?

      Aber schon mal gut, wenn es dir nun wesentlich besser geht! Klasse!

    • #3088 Antworten
      AstridH
      Teilnehmer

      Ui, ich hatte es so verstanden, dass 190 mg Progesteron und 1,6 mg Östradiol in zwei Kapseln sind. Aber du hast recht Rutschgerl, das können dann ja auch 380 mg pro Gabe sein. Das hält doch keiner aus? Ich bin gespannt, was Birgit noch schreibt.

    • #3089 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Oder aber auch das als Tagesdosis, da sie es zu Beginn geschrieben hatte in Bezug auf die Blutwerte. Das könnte aber auch zu viel sein für jemand ‚jungen‘. Allerdings war die Dosis nicht von der Ärztin, somit kann es durchaus passen. Da ja da schon die HPU-Erkenntnisse vorlagen, kann ich mir noch weniger vorstellen, dass was falsch läuft. Es kommt ja oft zu hohen Progesteron-Werten zu Beginn, während Östrogen noch niedrig bleibt. An sich auch irgendwie logisch, da aus Progesteron die Hormone gebildet werden und anfangs erstmal durch die Lymphe alles an Ort und Stelle wandern muss mit der Zeit. Je nachdem, wer in der „Hierarchie-Folge“ ganz oben steht.;-)
      Ja, ich auch!

    • #3090 Antworten
      BirgitBork
      Teilnehmer

      Hallo,
      ihr seid so lieb und kümmert euch!
      Also ich nehme soll morgens 2 Kapseln nehmen und abends 2 Kapseln.
      Das ist ja jetzt spannend, Auf der Dose steht wörtlich:
      Achtung!
      Dosierung verdoppeln aufgrund der erhöhten Wirkstoffkonzentration der Inhalt auf 2 Kapseln aufgeteilt wurde
      Dosierung beachten! Einnahme von 2 x 2 Kapseln.
      Dann unter Inhalt:
      2 Kapseln enthalten:
      Progesteron 190 mg
      Estadiol 1,60 mg
      Vit D 1250IE
      Zink 35 mg
      Olivenöl
      Also nehme ich 380 mg Progesteron und Estrodiol 3,2 mg am Tag.
      Ist ein bisle viel oder? Für das was bei mir ankommt finde ich es etwas seltsam.
      Freue mich auf Feedback 🙂

    • #3091 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Also von der Bio-Apotheke habe ich es schon mal gehört, glaube der Apotheker selber hat hier mal geschrieben, dass er die Dosis durchaus auf 2 Kapseln verteilt.
      Dann vermute ich auch mal, dass es die doppelte Menge ist. So hoch finde ich es jetzt zwar nicht unbedingt, ich habe auch 315mg Progesteron am Tag. So hoch ist 37 nicht, ich hatte auch mal 39. Beim nächsten Messen war es gleich sehr viel niedriger. In der Einstellungsphase ist das normal. ÖstradiolMenge ist recht hoch, aber ein niedriger Wert. Das kann nur ein Profi beantworten, befürchte ich.

      Vitamin D zur Erhaltung ist relativ nieder. Kommst du da mit den Werten hin?

    • #3092 Antworten
      AstridH
      Teilnehmer

      Hallo Birgit,

      ich bin ja auch nur Laie und ob das zu viel oder wenig ist, sollte eigentlich ein Rimkustherapeut besser wissen. Ich denke, dass 2 x tägl. 100 mg Progesteron eine mittlere Dosis ist. Das muss aber nicht stimmen, ist nur quasi mein Eindruck. Ich nehme 2 x 80 mg seit ca. 3 Wochen, vorher 60 dann 65 dann 70 mg. So war meine Steigerung. Was ich an Östradiol nehme, kann ich gerade nicht sagen, weil ich gerade nicht zu Hause bin und die Kapseln umgefüllt habe.
      Ich würde sicher auch für einige Zeit die Dosis reduzieren (was aber kein Rat an dich sein soll). Auf jeden Fall würde ich mit meiner Ärztin besprechen, dass es mit der Reduzierung besser geht. Dann soll sie sich was überlegen.

      Vielleicht ist es nicht so, dass viel auch viel hilft in diesem Fall der Hormonsubstitution. Denn der Körper kann nicht sofort alles verwerten. Wenn du in den Wechseljahren bist, kann es sein, dass du schon länger kaum noch Hormone hattest. Dann bauen sich auch die Rezeptoren ab, an die die Hormone ankoppeln. Auch gibt es gewisse Transportsysteme im Körper, die die Hormone durch den Körper tragen. Auch die sind reduziert, wenn es länger keine Hormone im Körper gibt. Beides muss erst wieder gebildet werden. Deshalb werden anfangs auch nur geringere Dosen vom Körper verwertet. Vielleicht braucht dein Körper einfach noch mehr Zeit. Hast du schon gut entgiftet? Geht es deiner Leber gut? Ich denke, je gesünder ein Körper ist, desto besser kommt er mit den Hormonen klar. Aber auch das ist nur meine persönliche Einschätzung.

      Das ist in der Tat sehr spannend.

      Liebe Grüße
      Astrid

    • #3093 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Astrid, die Dosis wäre bei mir viel zu niedrig, wenn ich nur 200mg pro Tag hätte. Das kann schon sein, dass es passt. Als ich den hohen Wert hatte, hatte ich sogar eine niedrigere Dosis. So pauschal kann man das nicht beurteilen, ist mir schon aufgefallen. Niedrige Dosen hatte ich nur am Anfang, dann wurde ziemlich gesteigert und das passte auch. Bei Östrogen sind die Rezeptoren anfangs noch gut
      ‚aktiv‘. Die Werte sind ’schön hoch‘, obwohl die Dosis klein ist. Die Schilddrüse hat inzwischen auch wieder schöne Werte, das hat mich besonders gefreut. Vorher war sie in der Unterfunktion. Toll, was alles machbar ist!
      Seit 2017 müsste es schon recht gut laufen, das ist genug Zeit für den Körper.

      Aber mit der Ärztin reden, da pflichte ich dir bei. Ganz klar – oder sie muss sich eben genauer dazu informieren. Dafür ist sie da, dass sie dich gut einstellt!

      Toi-Toi-Toi

    • #3094 Antworten
      AstridH
      Teilnehmer

      Hallo Rutschgerl,

      ja, das ist klar, dass jeder andere Dosen braucht. Deshalb gibt es ja auch die Einstellung durch die Blutwerte. Aber wenn es von den Symptomen nicht passt, würde ich auch immer reagieren. Da es Birgit spontan schon besser geht mit der auf die Hälfte reduzierten Dosis, denke ich mal, dass es erstmal zu viel war. Das kann sich natürlich noch wieder verändern. Auch bei mir denke ich nicht, dass ich bei dieser niedrigen Dosis bleiben werde. Aber mal schauen. Ich nehme jetzt noch einmal Frauenmantel dazu, in der Hoffnung, dass mein Körper noch wieder ein bisschen etwas selber macht und ich möglichst wenig zugeben muss an Hormonen. Aber gut zu hören, dass du mit diesen hohen Dosen gut klar kommst. Da sieht man ja ganz deutlich schon an uns beiden, wie unterschiedlich es sein kann. Bei mir war übrigens auch das Östradiol anfangs schon ganz unten gewesen. Ich habe kaum Unterhautfettgewebe, sodass es vielleicht bei mir noch weniger gebildet werden kann. Ist nur eine Idee. Dass sich deine Schilddrüsenunterfunktion so verbessert hat, ist toll. Darauf hoffe ich auch immer noch. Und es war auch sehr deutlich, wie kalt mir wieder wurde und wie müde ich wurde, als mir der Progesteronwert wieder so abgefallen war. Das hatte sich sicher wieder auf die Schilddrüse ausgewirkt.

      Alles Liebe
      Astrid

    • #3095 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Seit ich die hohen Dosen bekomme, seit einem Jahr, haben sich auch die Schilddrüsen-Werte wieder normalisiert. Mit niedrigen wäre das sicher nicht möglich gewesen, zumindest hatte sich in einem halben Jahr nichts an den Werten verändert. Mir sind die Zielwerte sehr wichtig und ich merkte nach der Auffülzeit die deutliche Stabilität im Wohlbefinden. Östrogen habe ich auch eine Mini-Dosis und die Werte sind hoch. Aber das Progesteron sorgt ja durch die Umwandlung u.A. auch für die Erhöhung des Östrogens. Mein Progesteron nicht besonders hoch, aber im Zielbereich. So gut wie ich mich fühle, darf es auch weiterhin bleiben. Die Werte haben schon was auf sich, muss ich zugeben. Tolles ‚Feeling‘!;-)

      Ob man tatsächlich noch groß was stimulieren kann, um eine Eigenproduktion zurückzubekommen, würde ich anzweifeln. Aber man weiß ja nie. Versuch macht kluch!;-)

      Bei Birgit ist die Lage leider anders, sie möchte die Zielwerte und das Östrogen steigt seit 2017 nicht. Es kann durchaus sein, dass bei der nächsten Messung es so wie bei mir ist, dass Progesteron wieder gesunken ist, dafür Östrogen steigt – je nachdem, wo es „hinsythetisiert“ wurde. Auch weiß ich nicht, seit wann Birgit die hohe Dosis nimmt oder vorher recht niedrig dosiert war, anderer Arzt, usw. – man müsste manchmal „tiefschürfendere“ Kenntnisse vom Fragenden haben. Manchmal reicht die ‚Oberfläche‘ nicht. Die passt auf alle Fälle bei Birgit, da sie gut informiert ist über Grundlagen. Das ist schon mal sehr wichtig!

      Schönen Feiertag, Mädels!

    • #3096 Antworten

      Hallo die Damen…

      ich freue mich über die rege Diskussion, nachdem aber hier und da ein paar Infos vielleicht etwas schräg im Raum stehen, möchte ich zu Pfingsten ein paar Infos beisteuern:

      – Die BioApotheke in München macht ab einer bestimmen Menge lieber ZWEI Kapseln mit der GLEICHEN Dosis, damit die Kapseln nicht zu groß werden. Das heisst, man muss ZWEI Kapseln nehmen, um die gleiche Dosis zu bekommen, die bei anderen Apotheken in EINER Kapsel drin ist. Wenn das der Fall ist, bekommen die Patienten von der Apotheke aber immer einen Schrieb, wo das extra mitgeteilt wird. Die Apotheke VERDOPPELT also nicht etwa eigenmächtig die Dosis, sondern VERTEILT die gleiche Dosis auf ZWEI Kapseln, damit diese leichter geschluckt werden können…
      – Es werden KEINE Hormon-Rezeptoren nachgebildet, wenn die vorhandenen altersbedingt allmählich Ihre Funktion verlieren…
      – Der Körper kann im Wechsel auch NICHT plötzlich wieder Hormone bilden, wenn die entsprechenden Drüsen altersbedingt „in den „WINTERSCHLAF“ (Menooause) gerutscht sind. Wir würden das vielleicht eher als eine altersbedingte Totalerschöpfung verstehen, die noch einige Zeit mehr oder weniger mit einer vermehrter Organstimulation kompensiert (ausgeglichen) werden kann – das sieht man/frau dann am Anstieg des FSH – aber irgendwann kann auch der beste Eierstock einfach nicht mehr – und die Hormonspiegel sinken ab, trotz maximaler Stimulation (immer höheres FSH).
      Deshalb macht in dieser Lebensphase die Gabe von pflanzlichen Hormonstimulantien keinen Sinn mehr wie zB Silberkerzenextrakt (Cimicifuga), weil das Organ einfach keine Hormone mehr bilden kann, da hilft auch die beste Peitsche nicht mehr…
      Frauenmantel (Alchemilla) hat eine PROGESTERON-ÄHNLICHE Wirkung und wird deshalb zu den PHYTO-Hormonen gezählt. Diese sind aber NICHT baugleich mit den MENSCHLICHEN HORMONEN und können teilweise SEHR ÜBLE unerwünschte Wirkungen verursachen. PHYTO-HORMONE sind NICHT zu empfehlen!!!
      – Der Weg über die Gabe von Progesteron auch das Östrogen (Östradiol) zu erhöhen, ist zwar theoretisch denkbar, praktisch funktioniert das aber nicht wirklich, weil das aufgefüllte Progesteron zunächst direkt verbraucht wird. Und nur der Anteil, der nicht verbraucht wird, kann im nächsten Schritt zu TESTOSTERON umgewandelt werden – das dann erneut verbraucht wird! Und nur das, was dann immer noch übrig ist, kann in einem weiteren Schritt zu Östrogen werden… also passiert das gut wie nicht…
      (Einfach mal die Umwandlung/Herstellung der Hormone in der Grafik anschauen, dann wird das sofort klar!).
      – Es ist völlig richtig, daß 2x 100mg Progesteron und 2x 1 mg Östradiol eine „mittlere Dosis“ ist. Aber was sagt das schon? Wer ist denn genau in jeder Hinsicht „Mittelmaß“? Uns interessiert also viel weniger, was eine „mittlere“ oder eine „Standard“- Dosis ist, sondern der INDIVIDUELLE PERSÖNLICHE Bedarf und den messen wir über den jeweiligen Blutspiegel! das ist ja dsa GENIAL bei der RimkusMethode: wir können jedem Menschen seine INDIVIDUELLE DOSIS geben, gewissermaßen einen HORMONELLEN MASSANZUG!
      … Falls ein Arzt immer die gleiche Dosis verschreibt, ist das sehr UNTYPISCH für Rimkus – gewissermaßen „Hormone von der Stange“ – und es braucht eine gute Begründung dafür.
      – Bei der Behandlung nach Rimkus ist also NICHT die Dosis entscheidend, sondern der Hormon-SPIEGEL, den jemand im Blut erreicht. Damit wird die Behandlung eigentlich ganz einfach: solange wie der persönliche Spiegel noch zu niedrig ist, wird die Dosis (langsam) erhöht…
      – JA, es gibt einen klaren ORGANISCHEN Zusammenhang zwischen Schilddrüsenhormonen und Sexualhormonen: Und zwar ERHÖHT PROGESTERON die EMPFINDLICHKEIT für Schilddrüsenhormone! Damit wird der Stoffwechsel angekurbelt.
      – Mit der „Verwertung“ der Hormone ist es so, daß die Hormone zunächst einen TRANSPORT-BUS (=SHBG) brauchen, damit sie auch tatsächlich dorthin gebracht werden können, wo sie wirken sollen. Es gibt also freie Hormone, die quasi ziellos irgendwie im Körper herumschwirren und allerlei Quatsch machen und Hormone, die „brav“ im Bus sitzen und an Ihren Zielort gefahren werden, um dort aktiv werden zu können. Es werden in der Leber immer nur soviele SHBG – „Busse“ gebaut, wie auch tatsächlich benötigt werden. Das hat zur Folge, daß immer wieder bei Dosiserhöhungen ZUWENIG SHBG-Busse zur Verfügung stehen, damit eine gehörige Menge Hormone zunächst im Bus keinen Platz kriegen und dann in der Gegend herumschwirren und Unfug machen (=Nebenwirkungen wie zB Brustspannen oder Zwischenblutungen) . Und das geschieht solange, bis genug SHBG-Busse von der Leber gebildet worden sind und plötzlich hören die Nebenwirkungen auf!

      Beste Grüße!

      Thomas Beck

    • #3097 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      HerzlichenDank für die überaus umfassende Antwort!
      Man steht als Laie halt immer mal wieder etwas ‚an‘ bei ‚Sondersachen‘.;-)
      Die HPU-Problematik stand am Anfang der Frage von Birgit, ob das die Auswirkungen auf die niedrigen Werte des Östrogens sind. Sie nimmt schließlich schon seit 2017 die Hormone und die Dosis ist ja durchaus nicht niedrig, nur mal so allgemein betrachtet.
      Mit Östrogen zusätzlich habe ich auch so verstanden, dass Dr. Rimkus es so beschrieben hat, dass die Gabe alleine mit Progesteron nicht ausreicht, jedoch ein wenig ankommen kann vom ‚Rest‘. Nur warum der Wert auf so lange Zeit so niedrig ist bei Birgit, das kann ich leider nicht erklären.
      Ein Denkansatz war noch, die Apotheke wechseln. Da es gerade mit der Bio-Apotheke schon mal zu Berichten von Frauen und einer Therapeutin kam. Aber ob das die Lösung ist?
      Ist es denn tatsächlich möglich, dass trotz langer höherer Hormongaben, dennoch Östrogen so niedrig ist? 3,2mg Östrogen ist keine kleine Dosis, aber vielleicht ist mir das bisher nur noch nicht von Frauen berichtet worden, die so hohe Dosen nehmen.
      Vom FSH her könnte durchaus noch mehr Östrogen gegeben werden.
      Kann es nun evtl. an der HPU-Problematik liegen, hoher Kupferwert, kein Kupfer in den Kapseln oder soll nur Östrogen noch erhöht werden – ich glaube, das war das, was Birgit wissen wollte, wir ihr aber als Laien nicht weiterhelfen können.
      Welchen Arzt könnte sie aufsuchen, der ihr hilft die optimalen Werte zur erreichen?

      • #3098 Antworten

        Noch ein Wort zur BioApotheke: der Apotheker hat seine Qualität extern und intern überprüfen lassen mit hervorragendem Ergebnis!
        Zudem hat er seit April 2019 einen neuen Lieferanten für die Hormone – und ich selber (und einige Patienten) testen seitdem die Kapseln der Bio-Apotheke in der neuen Qualität: Zwischenergebnis bisher: SEHR GUT! (Auch wenn der Test noch nicht abgeschlossen ist).

        Sobald die Ergebnisse von 3 Monaten Testung vorliegen, werde ich berichten.

        Thomas Beck

    • #3099 Antworten
      AstridH
      Teilnehmer

      Hallo Herr Dr. Dr. Beck,

      auch ich möchte mich herzlich bedanken, dass sie uns mit Ihrem Wissen hier unterstützen. Dass die Bio-Apotheke überprüft wird, finde ich sehr hilfreich zu wissen, sonst lässt einen diese Skepsis nicht mehr los, wenn man keine andere Ursache findet. Super!

      Dass keine Rezeptoren mehr gebildet werden, ist für mich auch eine gute Information. Meine Ärztin sprach davon, aber vielleicht habe ich es auch falsch verstanden. Kann es sein, dass sie meinte, dass auch die noch vorhandenen Rezeptoren für das Östradiol und das Progesteron erst wieder empfindlich werden müssen? Es ist ja, meiner Information nach, so, dass Cortisol, dass bei Stress ausgeschüttet wird, die Rezeptoren für Progesteron blockiert. Vielleicht gibt es da im Alter noch andere „Blockaden“? Aber vielleicht ist das auch noch nicht erforscht?

      Ich hätte erwähnen müssen, dass ich das Alchemilla nur in homöopathischer Form nehme. Da können dann ja keine Schäden entstehen. Vielen Dank auch für diesen Hinweis. In Form von Frauenmantelltee und der Kombination mit Bor hatte ich bei mir durchaus eine positive Wirkung beobachtet. Aber das ist nicht wissenschaftlich untersucht, denke ich und kann deshalb nur als meine persönliche Beobachtung gewertet werden. Ebenso ist es bei den vielen anderen Wirkungen, die ich im Laufe von einigen Jahren mit homöopathischen Mitteln in Kombination mit Entgiftung und Auffüllen von anderen Mängeln im Körper beobachten konnte. Wie Ruschgerl schon sagt: Versuch macht kluch. – Ist aber meine persönliche Geschichte. Ich hoffe, dass ich das in jedem Kommentar hier immer ausreichend deutlich sage, so dass es nicht als allgemeiner Rat verstanden wird.

      Liebe Ruschgerl, gut geschrieben. 🙂

    • #3100 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Astrid, ich finde schon, dass du es gut verständlich als deinen Weg beschreibst. Auch deine Beiträge an den Aspekt der Entgiftung zu denken, finde ich sehr hilfreich und hat bestimmt schon manchen geholfen! Man darf nicht nur alles auf ‚Hormone schieben‘, sondern muss über den Tellerrand schauen. Ein sehr guter Gedanke!

      Dr. Dr. Beck, das war ein sehr, sehr wertvoller Hinweis bzgl. der Apotheke, was vielen weiterhilft! Teste gerne mit.;-)

    • #3101 Antworten
      BirgitBork
      Teilnehmer

      Hallo ihr Lieben!
      vielen Dank nochmals für eure interessanten Denkanstöße und für eure Zeit sie mir mitzuteilen!
      So richtig habe ich aber noch keine Antwort auf meine Frage.
      Warum seid 2017 mein Wert an Östrodiol nicht wie gewünscht steigt?
      Ob das mit meiner Stoffwechselentgiftungsstörung HPU zusammenhängt?
      Im Augenblick suche ich anders herum also einen HPU Therapeuten der sich mit Rimkus auskennt.
      Und mir sagen kann, warum ich seid Januar ( seid dem nehme ich die 380 mg Progesteron) so schlimme Migräne habe.
      Also weiter auf der Suche!
      Ich wünsche allen noch viele schöne Sommertage!
      Wenn ich jemanden gefunden habe, der o. die mir weiterhelfen kann, werde ich es euch wissen lassen.

      Viele liebe Grüße

      Birgit

    • #3102 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Hallo,

      also sind die von dir genannten Dosierungen noch nicht so lange? Dann ist es nicht ungewöhnlich, dass deine Werte noch Schwanken. Bei dem niedrigen Östrogenwert sind Kopfschmerzen nicht ungewöhnlich, finde ich. Progesteron gut, Östrogen sehr wenig, daher hast du Symptome, die man nicht möchte. Die neuen Kapseln müssten halt passend dosiert werden.
      Ich hatte gedacht, das geht schon so lange mit dieser Dosis. Wie war denn vorher dosiert?

      Liebe Grüße,
      Rutschgerl

    • #3103 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      P.S.: Vielleicht lässt es sich seid 2017 kurz ‚grob‘ skizzieren, Dosis, Werte und wir kommen deinen Antworten näher?

    • #3104 Antworten
      AstridH
      Teilnehmer

      Da die Kopfschmerzen nach der Reduzierung der Dosis verschwanden, glaube ich eher nicht, dass die Schmerzen von zu wenig Östradiol kommen. Oder? Ich denke, auch zu viel Progesteron kann sicher Kopfschmerzen machen? Nicht vom Wert her, aber vielleicht, weil es nicht so schnell verbraucht werden kann. Also mir hat es damals Schwindel gemacht. Schon bei den ersten beiden Gaben. Da war mein Spiegel ja noch niedrig. Warum dann nicht auch Kopfschmerzen? Oder ist das untypisch?

    • #3105 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Grundsätzlich geht’s darum, dass Progesteron ja schon gut aussieht, nur leicht erhöht, aber das Östrogen eben so niedrig ist, dass es ein größeres Ungleichgewicht ist. Somit sind für mich Symptome logisch. Ich kenne die Vorgeschichte nicht. Wenn trotz 2017 begonnen, z.B. alles im niedrigen Bereich an Dosis gegeben wurde, konnte der Körper bisher seine Auffüllphase nicht beenden. Die hohe Gabe erfolgte erst im Januar, schrieb Birgit. Somit ist das durchaus möglich, dass eben der eine Wert schon ‚gut dabei‘ ist, aber beim Östrogen noch höher dosiert werden muss z.B.; sehr viel wird Progesteron nicht gesenkt werden müssen. Der ist dann bei mir auch beim nächsten Mal gefallen, obwohl er nur miniml gesenkt wurde. In der Auffüllphase passiert noch viel im Körper, was ‚hin- und herpendelt‘.;-) Es ist nicht so einfach abzuschätzen, wo der Körper was ‚hinsynthetisiert‘.;-)
      Niedrig dosiert käme man nie auf die Spiegel. Einmal hatte ich auch Kopfschmerzen und habe die Werte einen Monat früher bestimmen lassen. Bei mir war Östrogen hoch. Wurde angepasst und so war’s beim nächsten Mal schon wesentlich besser und die Werte auch in den Bereichen. Dann ging’s nur noch um’s „Fein-Tuning“.;-)

    • #3106 Antworten
      AstridH
      Teilnehmer

      Moin Rutschgerl,

      ja, alles ist möglich. Wir können hier nur Rätsel raten und müssen dann auf die Auflösung warten. 😀

      Das Ungleichgewicht zugunsten des Progesterons ist mir ja immer lieber, als anders herum. Birgits Östradiolwert ist zwar noch weit vom Zielwert entfernt, aber immerhin ist etwas vorhanden. Deshalb glaube ich nicht, dass die Werte das Problem sind, sondern tatsächlich die derzeitige Dosis. Aber natürlich kann auch eine Aufnahmestörung vorhanden sein. Danach zu schauen finde ich auch nicht falsch. Spannend.

      Lieben Gruß

      Astrid

    • #3179 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Birgit, bist du schon der Lösung näher gekommen?

    • #3184 Antworten
      BirgitBork
      Teilnehmer

      Hallo Rutschgerl,

      vielen Dank für deine Nachfrage!

      ich habe mir eine neue HPU Therapeutin gesucht und bin nur ganz zufrieden!
      Wir haben alles neu eingestellt und ich nehme etwas um die Leber bei ihrem Job zu unterstützen.
      Zur Zeit geht es mir gut und jetzt schauen wir in mal bis zum September ob sich alles gut
      einspielt.

      Ich melde mich wenn ein bischen Zeit vergangen.

      viele Grüße

      Birgit

      Birgit

    • #3185 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Wie schön, das von dir zu lesen!

      Schöne Zeit,
      Rutschgerl

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