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zu hohe Dosierung

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    • #2183 Antworten
      Bonnie2000
      Teilnehmer

      Sind bei einer zu hohen Dosierung auf Dauer Nebenwirkungen zu erwarten?

    • #2184 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Hallo,

      auch wenn man normal auf eine Frage keine Gegenfrage stellt: Warum sollte man das tun?

      Ich denke, im normalen Zyklus jüngerer Frauen gibt es immer mal ‚Spitzenzeiten‘, z.B. in der Schwangerschaft.

      Viele Grüße,
      Rutschgerl

    • #2185 Antworten
      Bonnie2000
      Teilnehmer

      Bei vorliegender Osteoporose wurden Knochendichtemessungen und Blutuntersuchungen durchgeführt.
      Die Knochendichtemessung zeigte abfallende Werte, sodass man vermutete, dass zu wenig Hormone am Zielort ankommen.
      Deshalb wurde die Dosierung erhöht.
      Eine andere Therapeutin wies darauf hin, dass die Dosis viel zu hoch sei und Risiken nicht ausgeschlossen werden können.

    • #2186 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Eine Rimkus-Therapeutin?
      Reden wir von der Rimkus-Methode?
      Welche Werte hast du? Ohne genaue Angaben lässt sich schwer was dazu sagen. Natürlich generell im Forum nicht so einfach. Kann nur ein kleiner Ausschnitt sein…

    • #2187 Antworten
      Bonnie2000
      Teilnehmer

      Ja, von der Rimkus-Methode.

      Die Werte sind – bis auf FSH – im Normbereich, bei sehr hoher Dosierung:

      Östradiol: 102,3 pg/ml
      Progesteron 18,2 ng/ml
      FSH < 0,1
      Vit. D 129,5 ng/ml

    • #2188 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Vitamin D ist in einem Bereich von 50-100 ng/ml angegeben, Östradiol 120-180 pg/ml (ab 90), Progesteron 10-30 ng/ml (ab 5); FSH ideal 2-6, Toleranz bis 20. Nach diesen Normwerten sehe ich nur Vitamin D erhöht; vielleicht durch den Sommer bedingt oder ist der Wert immer so?

      Die Therapeutin, die dir sagt, es ist zu hoch und gefährlich, ist eine Rimkus-Therapeutin von der Liste und die, die es verschreibt auch? Also wir reden von zwei verschiedenen Personen, richtig? Was sagt die Therapeutin, die dir Rimkus verschreibt dazu – falls du schon mit ihr sprechen konntest?

      Mich persönlich würde eine ’sehr hohe Dosierung‘ nicht abschrecken, mir wären die Werte und mein Befinden wichtig. Wenn das stimmig ist, wäre ich beruhigt. Allerdings müsste mir ein Arzt schon sehr plausibel erklären können, warum der Vitamin-D-Wert so hoch bleiben soll. Ob er das schaffen könnte?;-)

      Kann dir leider zu den Messungen nichts sagen, vielleicht gibt’s verschiedene Messungen/Werte/Aussagen?

    • #2189 Antworten
      Angelika
      Teilnehmer

      Hallo Bonnie,
      nach dem es sich bei der Rimkusmethode um rein naturidentische Hormone handelt, gibt es meiner Meinung nur die „Nebenwirkungen“, die es auch bei einem natürlichen Hormonungleichgewicht geben kann. Aber wenn du bei einer zertifizierten Ärztin/ Arzt bist dann wird doch sowieso aufgrund deiner Blutwerte und deines Allgemeinbefindens eine Dosierung gefunden, die für dich passt.
      Hast du denn sonstige Beschwerden?
      VG, Angelika

      • #2194 Antworten

        Genau, so verstehen wir das auch!
        Es kommt letztlich weniger auf die Dosierung der Kapseln an, sondern auf die tatsächlich damit erreichten BlutSpiegel.
        Der eine Mensch braucht dafür eine höhere Dosierung, der andere weniger. Die individuelle Bioverfügbarkeit ist von Mensch zu Mensch einfach unterschiedlich.

        Und dann spielt die Vorgeschichte und Lebensphase natürlich auch eine große Rolle: es ist schon ein erheblicher Unterschied ob jemand gerade erst in die Prae-Menopause gekommen ist (also wenn die Eisprünge weniger werden und damit zunächst nur das Progesteron absinkt) – oder ob eine Frau schon vor 20 Jahren aufgehört hat zu menstruieren – und sie an den kompletten hormonellen Mangelzustand irgendwie gewöhnen musste (durch ein Zurückfahren aller hormongesteuerten Funktionen) – und deshalb nun zuerst mal einen enormen Aufholbedarf hat…

        Dr Thomas Beck

    • #2190 Antworten
      bonnie2000
      Gast

      Beide Therapeutinnen sind Rinkus-Therapeutinnen von der Liste.

      Wie gesagt, nicht die Blutwerte sind zu hoch, sondern die Dosierung.

      Die Therapeutin, die verschreibt, ist zufrieden.

      Ich fühle mich okay, meine Knochen allerdings nicht.

      Es sind – auch wenn es bioidentische Hormone sind – Hormone, die man von außen zuführt. Sie können also auch bei falscher Dosierung Nebenwirkungen haben.

    • #2191 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Angelika und ich haben, wie ich es sehe, dieselbe Meinung: Die Werte zählen. Wenn sie passen, wie kann eine Dosierung zu hoch sein? Die Werte müssen passen und dein Befinden. Wie die Werte zustande kommen, das ist doch kein Problem. Möchtest du uns die Dosis sagen?

      Inwieweit ist es gesichert, dass es mit den Knochen nicht passt? Durch die Messung – ist das dann hieb und stichfest? Wie gesagt, ich kenne mich damit nicht aus, aber zweifle gerne an Aussagen.;-)

      Auch bei den Nebenwirkungen stimme ich Angelika absolut zu!
      Falsche Dosierung wären z.B. Beschwerden wie Brustschmerzen, dann wird der Östradiol-Wert zu hoch sein und die Dosierung wird gesenkt. Wobei ich das Wörtchen ‚falsch‘ nicht so ganz passend finde. Aber ich glaube an die Rimkus-Methode und auch die Aussagen dazu sind für mich stimmig. Wenn Nebenwirkungen, dann zeitlich begrenzt und nicht schädigend – so würde ich es für mich zusammenfassen.

    • #2192 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Zur Erklärung meiner Worte vielleicht noch ein kleiner Zusatz:
      Ich hatte nämlich auch eine Ärztin, die mir ständig einreden wollte, dass sie mir eh schon so viele Hormone gibt. Die Werte waren aber reine Anfangswerte. Nur ich wusste, dass sie mich nicht verunsichern kann. Aber ich wäre mit ihr nie auf ein ideales Level gekommen.

    • #2193 Antworten
      bonnie2000
      Gast

      Zwei Rimkus-Therapeutinnen befürchten, dass die Dosierung auf Dauer zu hoch sein könnte, langfristige Folgen nicht ausgeschlossen.

      Die Dosierung: Östradiol: 1,5 mg, Progesteron 150 mg, Vit. D 3000 I.E. 2x täglich

      • #2195 Antworten

        bonnie2000 schrieb:

        „zwei RimkusTherapeutinnen fürchten, daß die Dosierung auf Dauer zu hoch sein könnte“…

        Eine solche Aussage von RimkusTherapeuten ist befremdlich, weil es zum einen weniger auf die Dosierung ankommt, als auf den Hormonspiegel.
        Und zum anderen, weil eine Dosierung ja nicht einmal festgelegt wird und dann „auf Dauer“ beibehalten wird.

        SONDERN die Behandlung nach Rimkus zeichnet sich ja gerade dadurch aus, das die tatsächlichen HormonBlutSpiegel laufend kontrolliert werden und die jeweilige Dosierung nach diesen Kontrollen jeweils NEU FESTGELEGT WERDEN.

        Beste Grüße!

        Dr Dr Beck

    • #2198 Antworten
      bonnie2000
      Gast

      Danke für Eure/Ihre Beiträge, ich lasse die Überlegungen in meine weitere Vorgehensweise einfließen.

      Wie ist der extrem niedrige bzw. nicht vorhanden FSH-Wert zu erklären?

      • #2200 Antworten

        Hallo Bonnie2000

        Ein NIEDRIGER FSH Wert ist GUT!
        Es ist wichtig, sich immer wieder einmal klar zu werden, was die jeweiligen Werte bedeuten: FSH ist ein REGULATIONS- oder STEUERUNGSHORMON, deshalb muß man das anders interpretieren wie die eigentlichen OrganHormone wie zB Östrogen und Progesteron.
        Und was steuert nun FSH?
        FSH heisst Follikel Stimulations Hormon, es wird im Gehirn in der Hypophyse gebildet und dient dazu die Follikel zu stimulieren- wie der Name ja schon sagt. Die Follikel produzieren Östogen, deswegen STEIGT das FSH wenn die Östrogene SINKEN. Und das FSH SINKT, wenn die Östrogene steigen. Wenn der Körper der Frau also mit seiner aktuellen Östrogenversorgung ZUFRIEDEN ist, dann finden wir NIEDRIGE FSH-Werte ( so zwischen 2 und 6). Das wären also OPTIMALE WERTE für Frauen in Ihrer fruchtbaren Phase in der Regel so zwischen 14 und 35 Lebensjahr. Ab 35 werden Eisprünge weniger, damit entsteht auch nur seltener ein Gelbkörper und damit sinkt in dieser Phase (= Prae-Menopause) zunächst das Progesteron. Wenn nach ein paar Jahren (so ab 49.) aber auch immer WENIGER ÖSTROGEN gebildet wird, das Östrogen also allmählich ebenfalls zu wackeln (zu sinken) beginnt, dann versucht das Gehirn dagegen zu regulieren und die Eierstöcke anzutreiben, ein paar Tröpfchen Östrogen mehr zu produzieren – und deswegen STEIGT jetzt also das FSH an. Und je intensiver das Gehirn die Eierstöcke antreiben muß, desto mehr steigt das FSH an.
        Man kann also sagen, daß das FSH gewissermaßen den „ÖstrogenHUNGER“ repräsentiert.
        Solange das FSH hoch ist, ist aus Sicht des jeweiligen Organismus der Östrogenspiegel zu niedrig.
        Deswegen können wir das FSH gut zur Therapiekontrolle einsetzen: wenn wir hormonell in die richtige Richtung behandeln, dann sinkt das FSH allmählich ab. Wenn die Behandlung nicht ausreichend ist oder der Bedarf an Hormonen ansteigt (das kann durchaus sein, denn der weibliche Organismus ist keine Maschine, die immer mit der gleichen Umdrehung läuft), dann bleibt das FSH hoch oder steigt sogar weiter an. (Dann muß also die Hormon-Dosis erhöht werden).
        Unser Ziel muß es also sein, das FSH zu senken. Bei jungen Frauen und in der PraeMenopause möglichst in den einstelligen Bereich, also unter 10. Und bei Frauen in der Post-Menopause, also also bei älteren Frauen, möchten wir gern Werte so um 10 – 20 erreichen.

        Besten Gruß!

        Dr Beck

      • #2201 Antworten

        Hallo Bonnie2000

        Ein NIEDRIGER FSH Wert ist GUT!
        Es ist wichtig, sich immer wieder einmal klar zu werden, was die jeweiligen Werte bedeuten: FSH ist ein REGULATIONS- oder STEUERUNGSHORMON, deshalb muß man das anders interpretieren wie die eigentlichen OrganHormone wie zB Östrogen und Progesteron.
        Und was steuert nun FSH?
        FSH heisst Follikel Stimulations Hormon, es wird im Gehirn in der Hypophyse gebildet und dient dazu die Follikel zu stimulieren- wie der Name ja schon sagt. Die Follikel produzieren Östogen, deswegen STEIGT das FSH wenn die Östrogene SINKEN. Und das FSH SINKT, wenn die Östrogene steigen. Wenn der Körper der Frau also mit seiner aktuellen Östrogenversorgung ZUFRIEDEN ist, dann finden wir NIEDRIGE FSH-Werte ( so zwischen 2 und 6). Das wären also OPTIMALE WERTE für Frauen in Ihrer fruchtbaren Phase in der Regel so zwischen 14 und 35 Lebensjahr. Ab 35 werden Eisprünge weniger, damit entsteht auch nur seltener ein Gelbkörper und damit sinkt in dieser Phase (= Prae-Menopause) zunächst das Progesteron. Wenn nach ein paar Jahren (so ab 49.) aber auch immer WENIGER ÖSTROGEN gebildet wird, das Östrogen also allmählich ebenfalls zu wackeln (zu sinken) beginnt, dann versucht das Gehirn dagegen zu regulieren und die Eierstöcke anzutreiben, ein paar Tröpfchen Östrogen mehr zu produzieren – und deswegen STEIGT jetzt also das FSH an. Und je intensiver das Gehirn die Eierstöcke antreiben muß, desto mehr steigt das FSH an.
        Man kann also sagen, daß das FSH gewissermaßen den „ÖstrogenHUNGER“ repräsentiert.
        Solange das FSH hoch ist, ist aus Sicht des jeweiligen Organismus der Östrogenspiegel zu niedrig.
        Deswegen können wir das FSH gut zur Therapiekontrolle einsetzen: wenn wir hormonell in die richtige Richtung behandeln, dann sinkt das FSH allmählich ab. Wenn die Behandlung nicht ausreichend ist oder der Bedarf an Hormonen ansteigt (das kann durchaus sein, denn der weibliche Organismus ist keine Maschine, die immer mit der gleichen Umdrehung läuft), dann bleibt das FSH hoch oder steigt sogar weiter an. (Dann muß also die Hormon-Dosis erhöht werden).
        Unser Ziel muß es also sein, das FSH zu senken. Bei jungen Frauen und in der PraeMenopause möglichst in den einstelligen Bereich, also unter 10. Und bei Frauen in der Post-Menopause, also also bei älteren Frauen, möchten wir gern Werte so um 10 – 20 erreichen.

        Besten Gruß!

        Dr Beck

    • #2203 Antworten
      bonnie2000
      Gast

      Vielen Dank Herr Dr. Beck für die ausführliche Darlegung.

      Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass mein FSH-Wert praktisch nicht messbar war.
      Zwei Rimkus-Therapeuten fanden dies sehr auffällig und konnten für diesen extrem niedrigen Wert keine endgültige Erklärung finden. Man vermutete eine zu hohe Hormondosierung über lange Zeit bzw. eine aktuell zu hohe Dosierung.

    • #2204 Antworten
      AstridH
      Teilnehmer

      Hallo Bonni2000,

      dein Vit. D Spiegel ist hoch, aber nicht bedrohlich. Merkwürdig ist es schon, dass deine Knochendichte nicht gut ist. Ist Calcium getestet? Zu Vit. D gehört auch immer Magnesium und eventuell auch K2. Auch Bor kann im Mangel sein und daran beteiligt, dass die Knochendichte abnimmt. An den Hormonen dürfte es nicht liegen. Es gibt wohl auch die Möglichkeit, dass die Vit. D Rezeptoren durch chronische Erreger blockiert sein können. Das ist zum Beispiel bei Borreliose manchmal der Fall. Vielleicht kannst du in diese Richtung mal schauen?

      Liebe Grüße
      Astrid

    • #2205 Antworten
      Theresia
      Teilnehmer

      Hallo Astrid und Bonni, hier möchte ich voll zustimmen. Allein mit Vit. D ist Osteoporose nicht in den Griff zu bekommen. Sogar wenn der Calcium-Spiegel im Blut stimmt, sagt das nicht viel aus, denn dann kann es aus den Knochen gelöst sein, weil der Körper nicht genug hat. Es gibt gute Präparate, bei denen das Calcium-Magnesium-Verhältnis stimmt.
      Liebe Grüße
      Theresa

    • #2386 Antworten
      Astrid S-K
      Gast

      Sehr geehrter Herr Dr. Beck, ich hab folgende Frage: 2015 hatte ich wegen eines Endometriumkarzinoms eine Hysterektomie + Oophorektomie. Zunächst hatte ich eine Ersatztherapie mit Gynokadin und Utrogest. Seit Anfang 2018 bin ich dann auf die Rimkus-Methode umgestiegen, nach ein paar Monaten (seit Mai) in höherer Dosierung, da die Blutspiegel zu gering waren, und zwar jetzt pro Kapsel Estradiol 1mg und Progesteron 80mg, davon morgens und abends eine Kapsel. Nun wurde wieder ein Bluttest gemacht, die Werte waren Östradiol 78 pg/ml (Laborangaben Referenzbereich in der Postmenopause behandelt: 10-144 pg/ml), Progesteron 9,98 ng/ml (Referenzbereich Postmenopause 0,1-0,2 ng/ml) und Testosteron 0,34 nmol/l (Referenzbereich 0,54-2,72 nmol/l). Mit dieser Dosierung habe ich mich eigentlich ganz wohl gefühlt. Nun hat meine Rimkus-Ärztin aber noch das Östronsulfat bestimmen lassen. Das war 19,0 ng/ml bei einem Referenzbereich von 0,21-4,79 ng/ml, also um etwa das 4fache erhöht. Daraufhin hat meine Rimkus-Ärztin sofort die Behandlung mit Rimkus-Kapseln abgebrochen. Das Argument: Offensichtlich verstoffwechselt meine Leber die orale Gabe insbesondere von Estradiol nicht richtig, Östronsulfat sei so eine Arte Speicherhormon. Jedenfalls müsse ich für mindestens 3-4 Moante wieder auf transdermales Etsradiol (also Gynokadin morgens) und Utrogest 100 (abends) umsteigen. Meine allgemeinen Fragen dazu: 1. Welche Folgen können hohe Östronsulfwerte haben? 2. Welche Erkärung gibt es aus Ihrer Sicht für solch hohe Östronsulfatwerte und ist das Umsteigen auf transdermale Anwendung die richtige Strategie? Vielleicht noch als Zusatzinformation: Ich bin jetzt 61 Jahre alt, zum Zeitpunkt der Hysterektomie/Oophorektomie (also 2015) hatte ich noch unregelmäßige Regelblutungen. Mit der Hormonersatztherapie habe ich unmittelbar nach der Operation beginnen müssen, weil es mir so schlecht ging.
      Für eine baldige Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
      Mit freundlichen Grüßen
      Astrid S-K

    • #2387 Antworten

      Hallo Astrid

      Über dieses öffentliche Forum können Sie mir keine Fragen stellen.
      Dieses Forum dient dem Austausch untereinander.
      Aber auch wenn das hier möglich wäre, so dürfte ich das aus rechtlichen Gründen nicht, weil ärztliche Beratungen dem direkten Arzt-Patienten-Kontakt vorbehalten sind.
      Wenn Sie also eine Beratung zum Thema natürliche human-identische Hormone wünschen, dann möchte ich Ihnen empfehlen, daß sich auf unserer Liste von qualifizierten Therapeuten einen in Ihrer Nähe heraus suchen.
      http://www.hormon-netzwerk.de/Therapeutenliste

      Alles Gute!

      Dr Dr Beck

    • #2391 Antworten
      Astrid S-K
      Gast

      Vielen Dank, sehr geehrter Herr Dr. Beck, für die schnelle Antwort. Ich bin ja bei einer Therapeutin in Behandlung, die in der Therapeutenliste gelistet ist. Ich wollte auch gar keine Beratung zu meinem konkreten Fall, sondern nur wissen, ob prinzipiell ein erhöhter Östronsulfatwert auf die Einnahme von Rimkus-Kapseln zurückzuführen ist und dann stattdessen eine transdermale Anwendung die richtige Strategie ist. Man findet sehr wenig im Internet zu erhöhten Östronsulfatweten und schon gar nicht im Zusammenhang mit Rimkus-Kapseln. Ich habe auch Ihre Bücher gelesen und auch da nichts dazu gefunden. Wenn mir dazu andere Forum-Teilnehmer etwas Fundiertes schreiben können, wäre ich ja auch schon froh.
      Herzlichst
      Astrid S-K

    • #2392 Antworten

      Hallo Astrid

      ja, also dann…
      ERSTER PUNKT: Östron-Sulfat…. was ist das? Welche Bedeutung hat das?
      Eigentlich ist das ganz einfach: es gibt grundsätzlich 3 verschiedene Formen von Östrogenen:
      a) Ös-Triol (also 3 OH Gruppen: E3)
      b) Östra-Diol (also 2 OH Gruppen: E2) und
      c) Östron (eine OH Gruppe: E1)
      Diese verschiedenen Formen von Östrogenen werden in einander umgewandelt, wobei ÖstraDiol E2 das Wichtigste und Stärkste ist (85%). Östriol E3 wirkt vor allem an Schleimhäuten und Östron E1 ist vor allem als Speicherform bekannt.
      Nachdem diese also in einander umgewandelt werden, ist es für die Routinediagnostik – und auch Kostengründen – vollkommen ausreichend, das Wichtigste zu bestimmen: das Östradiol E2 – und genau so gehen wir vor. Die anderen Östrogenformen spielen in der Praxis eine untergeordnete Rolle.

      ZWEITER PUNKT: Art der Anwendung
      Wenn wir von aussen dem Körper Hormone zuführen wollen, dann steht nicht die lokale Wirkung auf die Haut im Vordergrund, sondern wir wollen im gesamten System den Hormonspiegel anheben. Dafür ist das Einschmieren der Haut mit Hormonen um im Körper einen hohen Spiegel zu erreichen = „transdermal“ (=also durch die Haut durch) NICHT die geeignete Form, weil die Haut bekanntlich so konstruiert ist, daß sie eine SCHUTZBARRIERE bildet, sodaß Stoffe die auf die Haut aufgetragen werden, eben NICHT so leicht durch die Haut durch kommen. Man braucht also viel mehr vom Hormon, damit wenigstens ein bisschen ankommt. Das ist eigentlich auch allgemein so bekannt, nur bei den Hormonen wird seltsamerweise die Zufuhr über die Haut empfohlen.
      Das ganze geht zurück auf ein fatales Missverständnis: wenn man synthetisch veränderte Hormone zu führt, dann sind diese potentiell gefährlich insbesondere auch für die Leber. Nun haben Wissenschaftler versuchsweise diese gefährlichen Stoffe auf die Haut aufgetragen und – zu Ihrer Überraschung – die Nebenwirkungen waren deutlich geringer. Das lag aber NICHT daran, daß die Haut irgendeine magische Fähigkeit hat, die unerwünschten Wirkungen der synthetischen Hormone herauszufiltern und nur die guten durchzulassen, sondern es kam einfach nur WENIGER im Körper an, wenn die synthetisch modifizierten Hormone auf die Haut aufgetragen wurden. Also AUGENWISCHEREI! Es bleibt dabei: die beste Art der Zufuhr ist über den Mund – oral. Oder würden Sie die Anti-Baby-Pille als Creme auftragen?? Das sind aber zweifellos auch Hormone…

      FAZIT:
      ÖstronWert ist für uns wenig aussagekräftig.
      Transdermale Anwendung von Hormonen (in Form von Creme) ist nicht sinnvoll.

      Beste Grüße!

      Dr Dr Beck

    • #2394 Antworten
      Astrid S-K
      Gast

      Danke, Danke, Danke, lieber Herr Dr. Beck, für Ihre sehr verständliche Erklärung, nun kommt endlich Licht in das Dunkel. Unverständlich für mich, warum dann eine Rimkus-Therapeutin anders entscheidet. Da sieht man mal wieder, daß man auch als Patient aufgeklärt sein muß, um solche komplexen Systeme zu verstehen und auch für sich mitentscheiden zu können. Dafür nochmals herzlichen Dank!
      Herzliche Grüße
      Astrid S-K

    • #2395 Antworten
      Rutschgerl
      Teilnehmer

      Das würde ich ebenso unterstreichen, Astrid S-K: Als Patient sollte man gut aufgeklärt sein. Nur leider ist es manchmal nicht so einfach geeignete Infos zu bekommen und daher finde ich die Erklärungen von Dr. Dr. Beck immer wieder sehr hilfreich. Schon Einiges habe ich dadurch erfahren.

      Danke, danke, danke!

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