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Meine Erfahrungen mit der reduzierten Dosierung

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    • #11239 Reply
      Claudi73
      Participant

      Hallo Ihr Lieben,

      ich hatte ja schon mal geschrieben, dass ich meine Dosierung ab Februar 2025 „stark“ reduziert habe und wollte unbedingt mal sehen, ob ich vielleicht nicht doch auch mit weniger Progesteron auskomme.
      Seit Februar 2025 habe ich nur abends 100mg Progesteron genommen. Viele fragen sich bestimmt, wieso hat sie das gemacht? Es gab einige Gründe für mich:

      – es ging mir unter einer wesentlich höheren Dosierung eigentlich immer gut und ich dachte, vielleicht brauche ich gar nicht so viel und nehme dann mal weniger, um das zu testen (auch der finanzielle Aspekt ist nicht zu vergessen)
      – ich lese immer wieder, dass für Frauen im Wechsel allgemein 100-200mg Progesteron „ausreichen“ (Schulmedizin, natürlich auch ohne Bluttests)
      – es gibt viele Frauen, die nur 100-200mg am Tag nehmen und die sich auch wohl fühlen, ganz zu schweigen von denjenigen, die gar keine Hormone nehmen und denen es anscheinend auch gut geht
      – meine ehemalige Therapeutin (jetzt in Rente) hat immer gesagt, so hohe Dosierungen und so hohe Blutwerte brauchen wir nicht. Ich hab da nie viel drauf gegeben, aber beschäftigt hats mich doch immer … wieso sagt sie sowas? Diese Therapie ist doch individuell und jede sollte das bekommen, was sie braucht – eine weniger dafür die andere mehr …
      Ich habe nie verstanden, was da das Problem sein sollte.
      Aber ich weiss, was es ist … die meisten Therapeuten sind nicht vom Fach (keine Gyns und keine ganzheitlichen Ärzte). Sie möchten die Therapie zwar anbieten (und Geld verdienen???), haben aber generell keine Ahnung vom weiblichen Körper und unserem Hormonsystem. Also wird nur ganz „streng“ mit Scheuklappen und nach Anleitung gearbeitet, um ja nichts falsch zu machen. Es werden Dosierungen verordnet, die (meistens) zu lange zu niedrig sind und Bitten um Erhöhungen der Dosierung werden einfach abgelehnt – meine Geschichte.

      Nun werden auch meine Perioden zunehmend unregelmäßiger. Eine richtige Blutung hatte ich im Februar 2025 und nun im Juli 2025 erst wieder (sehr stark und lange). Da ging es mir während dieser Blutung auch das erste mal so richtig schlecht, sowas hatte ich noch nie.

      Jedenfalls habe ich mal zurück geschaut, wieviel Progesteron ich wann genommem habe und war eigentlich schon erschrocken über die doch recht „hohen“ Mengen, die mir aber immer gut taten und die ich in 2-3 Portionen aufgeteilt habe. Ich hatte auch nie Probleme, 300mg Progesteron in einer Portion zu nehmen:

      Mitte 2020 – März 2022: 400-500mg Progesteron am Tag
      April 2022 – Oktober 2023: 600-800mg Progesteron am Tag
      Mai 2024 – Januar 2025: 400mg Progesteron am Tag
      Febraur 2025 – Juni 2025: 100mg Progesteron am Tag
      ab Juli 2025: 200mg Progesteron am Tag

      Ich habs beim Schreiben schon selber gemerkt, dass es mir in den Jahren, wo ich mindestens 400-500mg Progesteron genommen habe, deutlich besser ging als jetzt.

      Die ersten Wochen mit den 100mg Progesteron merkte ich auch keinen Unterschied, es ging mir gut.
      Aber seit Mai-Juni ungefähr merke ich nun doch eine Verschlechterung meines Befindens.
      Ich wurde wieder sehr schnell sehr stressanfällig (auch bei den kleinsten unscheinbaren Dingen). Verspüre so eine Unruhe in mir und bin auch sehr angespannt und nervös. Und was ich auch wieder habe, was eigentlich in den Jahren der „hohen Dosierung“ weg bzw. sehr, sehr abgeschwächt war ist dieses Kribbeln in den Füssen. Das macht mich irre, denn so merke ich, dass ich unruhig bzw. nervös bin, selbst wenn ich es so gar nicht wahr nehme und das verstärkt sich dann natürlich weiter. Und je unruhiger ich werde, umso mehr kribbelt es.

      Ich kann gut erkennen – auch ohne Bluttest – dass ich wohl doch zu den Frauen gehöre, die wesentlich mehr Progesteron benötigen. Vielleicht wurde deshalb auch die Obergrenze für Progesteron auf 40ng angehoben??? Irgendwas muss ja dazu geführt haben, dass jemand sagt, wir erhöhen diesen Referenzbereich. Gibt es vielleicht doch viele Rückmeldungen von „Patienten“ und Therapeuten, die bestätigen, dass einige doch wesentlich mehr Progesteron brauchen? Das würde mich so interessieren … Da fällt mir ein, man könnte ja mal das Labor Rosler kontaktieren, um zu fragen, ob es aktuelle Studien oder ähnliches gibt, die eine Anpassung der Referenzbereiche erforderlich gemacht haben.

      Habe natürlich auch immer meine Schilddrüse, Hashimoto und auch mein niedriges Cortisol im Auge. Beides braucht viel Progesteron! Und vielleicht das wichtigste … ich stehe gefühlt seit mehr als 10 Jahren unter Dauerstress und die Jahre mit den hohen Progesterondosen waren wie eine Stressbremse für mich. Ich war so relaxt, gelassen, konnte mal wieder entspannen, weil ich auch irgendwie so eine „Leck mich am Ars…“ Stimmung hatte. Es musste nicht mehr alles perfekt und sofort erledigt sein … jetzt nicht – das mache ich morgen oder übermorgen oder gar nicht 🙂

      War letzte Woche beim Frauenarzt. Auch immer das gleiche … Myome und Zysten.
      Er kennt kein Rimkus aber wir haben dann doch auch wieder über Progesteron gesprochen und ich fragte ihn, woher meine Beschwerden kommen könnten (ich weiss es ja, wollte es aber von ihm hören).
      Er sagte mir, den ganzen Frauen fehlt in diese „Wechselphase“ einfach das Wohlfühlhormon Progesteron und das Problem ist nicht nur ein niedriger Progesteronwert oder ein echter Progesteronmangel, sondern dass wir in dieser Zeit einfach zuviel Östrogene haben (woher auch immer) und unsere Progesteronwerte nicht ausreichen, um dieses Östrogen „in Schach“ zu halten. Er hat es so nicht gesagt, aber ich wusste, er meint die „Östrogendominanz“.
      Progesteron immer zu niedrig – Östrogene meistens und sehr oft viel zu hoch.
      Er sagte mir auch, dass wir erst Östrogene brauchen, wenn dieses „Durcheinander mit den Östrogenen“ langsam nachlässt, sprich wenn wir keine Blutung mehr haben und uns wirklich in der Menopause befinden.
      Kann ich vom Inhalt einentlich voll und ganz nach vollziehen und bestätigen – Östrogenwerte von 70-500pg bei eigentlich noch niedrigem bis akzeptablem FSH.

      Da weiss ich gar nicht, was ich von dem neuen Referenzwert vom Östradiol 50 – 250 pg halten soll.
      Sind die Therapeuten „so gut“, dass sie einschätzen können, wann und ob wir nun Werte von 50 oder 250 pg anstreben sollten? Das finde ich doch recht schwierig, zumal ich nicht weiss, ob man wirklich nur so sturr auf das FSH schauen darf.

      Ich weiss nicht, ob´s ein Monolog bleibt aber ich wollte euch unbedingt mitteilen, wie sich mein „Wohlergehen“ unter einer sehr niedrigen Dosierung doch eher verschlechtert hat. Vielleicht hilft es auch jemandem, die Angst vor „zuviel“ Progesteron zu verlieren. „Mit Progesteron kann man nichts falsch machen und kann man auch nicht genug im Körper haben“ – beim Östradiol verhält sich das wieder ein bisschen anders, obwohl es auch wichtig ist, aber vielleicht doch mitunter zu „zeitig“ verordnet wird … ich weiss es nicht.

      Liebe Grüße
      Claudia

    • #11240 Reply
      Lalelu
      Participant

      Hallo liebe Claudi, ich lese unheimlich gerne deine Beiträge weil ich mich oft darin wiederfinde. Ich bin ja noch nicht allzu lange dabei, aber eines weiss ich nun, never change a running system. Im Sinne das man nach unten korrigiert wenns einem nach oben hin besser geht. Ich hatte aktuell den Fehler gemacht, daß ich während der Periode- obwohl es ja empfohlen wird- garkeine KAPSELN EINGENOMMEN HABE::::Tja die Quittung kam relativ schnell, nach zwei Tagen ohne Kapseln schoss mein Blutdruck ordentlich hoch, war garkeine gute Idee.. Oft ist es doch besser nicht zu experimentieren, wenns grade gut läuft.
      Liebe grüße lalelu

    • #11242 Reply
      Claudi73
      Participant

      Hallo Lalelu,

      ich musste es einfach „versuchen“, ob ich nicht auch mit weniger auskomme – klappt nicht.

      Du hast aber keinen Fehler gemacht … wir sollen doch mit den Kapseln pausieren, wenn wir „richtig“ bluten.
      Und ganz gleich, ob du die Pause bewusst einlegst, oder ob deine Blutung einfach kommt – immer pausieren, wenn es richtiges Blut ist.
      Ich glaube aber auch gelesen zu haben, dass manche Frauen, die sonst eine höhere Dosierung nehmen, sich Extrakapseln mit nur 100mg Progesteron verschreiben lassen und diese dann auch während der Blutung nehmen, damit sie nicht „zu sehr abstürzen“ und Probleme während der Kapselpause haben oder dass sie die Pause nicht so sehr spüren.

      Ich hab gesehen, dass die Manuela das auch schon mal so im November letzten Jahres geschrieben hat …
      „Mit steigenden Rimkuswerten, hasst du genug Hormone in den Zellen um nicht direkt auf 0 abzustürzen.
      Da wir ja 2x täglich die Kapseln nehmen, kannst du in der eigentlichen Pausenzeit 1 Kapsel nehmen.
      Ich hoffe, ich konnte dir schon mal weiterhelfen.“

      Wenn du solche Probleme hast, dann nimmm doch wenigstens eine zur Unterstützung …

      Viele Grüße
      Claudia

    • #11243 Reply
      Lalelu
      Gast

      Ja liebe Claudia ich habe es jetzt wirklich verinnerlicht, ich nehme einfach die gängige Abendkapsel ein und gut ist…verrätst du bei welchem Therapeuten du bist? Du bist in keiner fb Gruppe nichtwahr? 🌺🌼

      • #11248 Reply
        Claudi73
        Participant

        Hallo Lalelu,

        momentan bin ich ohne Therapeuten. Meine „letzte“ ist ja in Rente gegangen und ich hatte mal beim Labor Rosler angerufen. Die haben mir eine Frauenärztin in meiner Nähe genannt, die nicht in der Therapeutenliste steht. Auf meine Anfrage dann bekam ich die Rückinfo, dass diese Frauenärztin nur eigene Patienten mit Rikmus behandelt.
        „Die Patientinnen müssen ja auch regelmässig untersucht werden, wenn sie Hormone nehmen“ und Frauen, die bei einem anderen Gynäkologen sind, behandelt sie nicht. So ein Blödsinn, wenn ich sowas schon höre …

        Ich hatte irgendwo mal gelesen, dass wohl auch das Labor Rosler eine online-Therapie neuerdings anbietet. Muss ich nochmal gucken.
        Nächste Woche gehe ich zur Blutabnahme beim Frauenarzt. Hab mir alles vom Labor Rosler schicken lassen und sende dann auch mein Blut ins Labor Rosler. Da bin ich wirklich gespannt, was bei raus kommt.
        Nein, bei Facebook bin ich (noch) nicht …

        Viele Grüße
        Claudia

    • #11247 Reply
      Julia
      Gast

      Liebe Claudia,

      vielen Dank für deine Schilderungen. Finde ich immer sehr interessant. Hat sich denn bezüglich deines Gewichts etwas getan durch die Reduzierung? Man hört ja immer wieder dass zu viel P schuld ist an einer Gewichtszunahme.

      Liebe Grüße
      Julia

      • #11251 Reply
        Claudi73
        Participant

        Hallo Julia,

        ich wiege mich nur noch sehr, sehr selten und da muss es mir auch „gut gehen“, da ich weiss, wie es mich herunterzieht, wenn ich die (nicht gewollte) Zahl sehe …

        Nach wie vor 70 kg !!! Nicht ein kg mehr oder weniger. Ich bin sprach- und ratlos.
        Aber ich finde auch, wie 70kg sehe ich gar nicht aus, hätte auf weniger Gewicht getippt. Ich habe aber gefühlt auch ordentlich Wasser in mir. Morgens nach dem Aufstehen bin ich besonders unter den Augen sehr angeschwollen, aber auch am restlichen Körper. Ich habe immer so einen kleinen Kunststoffeinkaufskorb, den ich früh mit zur Arbeit nehme. Den trage ich 3-4 Minuten am Unterarm bis zum Auto und auch da kriege ich tiefe Furchen in meinem Arm, die sind mitunter noch 2-3 Stunden später zu sehen.

        Es ist echt zum Verzweifeln. Da kann ich ja noch froh sein, dass meine Ernährung weitestgehend so gut ist. Viel Eiweiss und gesunde Fette, sehr, sehr wenig Kohlenhydrate und Zucker, ansonsten wäre mein Gewicht vielleicht noch viel höher.
        Meine Schilddrüsenwerte lasse ich jetzt auch mit den Rimkus-Werten untersuchen, die waren beim letzten Bluttest auch unterirdisch.
        Ich wollte eigentlich auch mal zu einem anderen Nuklearmediziner, ja klar, er kann gucken, wie die Schilddrüse aussieht und auch nochmal Blutwerte abnehmen, aber ich weis jetzt schon, dass ich kein L-Thyroxin nehmen werde, also kann ich mir diesen Weg eigentlich auch sparen. Denn nach allem was ich schon gelesen habe, wird immer nur Thyroxin verschrieben.
        Ich nehme ja nur eine Metavive 80mg täglich. Dies entspricht wohl 25 µg L-Thyroxin. Merke aber davon nichts. Messe auch immer mal die Aufwachtemperatur die ist im Schnitt bei 36-36,4 °C.
        Je nachdem, was der Bluttest zeigt, werde ich wohl wieder mehr nehmen.

        Auch werde ich demnächst nochmal einen Neurotransmitter-Test durchführen.
        2023 war mein Adrenalin sehr stark gesunken. Auch zuwenig Adrenalin kann verantwortlich sein für Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Gewichtszunahme.

        Meine Motivation lautet weiterhin also …
        „Hormone wirken viel stärker als Ernährung und Kalorien, als Bewegung und Sport und als Willenskraft …“ ja ok, aber bitte, welche Hormone sind es bei mir???

        Viele Grüße
        Claudia

    • #11249 Reply
      Lalelu
      Gast

      Hallo liebe Claudia🌺, das finde ich total interessant. Vielleicht möchtest du ja berichten wie deine Werte sein werden. Stimmt, da ist die Frau Doktor Kiel beim Labor Rosler die macht das Ganze auch per Video Call. Eine richtig tolle Ärztin.🌼

    • #11250 Reply
      Claudi73
      Participant

      Hallo meine Liebe,

      vielen Dank. Ich habe das mit Frau Dr. Kiel gefunden. An diese Ärztin werde ich mich dann wenden. Eine andere Möglichkeit habe ich momentan nicht, um an einen (kompetenten) Therapeuten zu kommen.
      Und natürlich werde ich meine Blutwerte auch einstellen, wenn sie da sind …

      Viele Grüße
      Claudia

      P.S. Julia, ich hab dich nicht überlesen … schreibe dir später …

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